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Duell der Red-Bull-Klubs : Beflügelter Verdacht

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz (rechts) darf sich schon vor dem Duell Leipzigs gegen Salzburg als Sieger fühlen. Bild: dpa

Zum Auftakt der Europa League trifft RB Leipzig auf Red-Bull-Bruder Salzburg. Doch obwohl die Bande der Vereine formal mittlerweile entflochten sind, bleiben Zweifel an der Integrität eines solchen Duells.

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          An diesem Donnerstag ist Betriebssporttag im Europapokal. Und niemand stört sich noch daran. Das spöttisch verwendete Wort vom Betriebssport ist dabei so etwas wie der letzte Rest an Kritik, der die Auftaktpartie in der Gruppe B der Euro League (21 Uhr live auf DAZN und im FAZ.NET-Liveticker zur Europa League) zwischen zwei Teams aus dem Imperium von Red Bull begleitet. Von massenhaften Protesten jedoch, die der Unternehmensfußball über viele Jahre massiv und vereinzelt auch heute noch in fremden Stadien begleitet, ist vor dem Dosen-Derby weder etwas zu hören noch zu sehen.

          Damit steht ein großer Erfolg für Red Bull schon vor dem Anpfiff fest: Der Konzern und seine beiden fußballerischen Ableger können bilanzieren, dass sie die jahrelange Kritik erfolgreich ausgesessen und ertragen haben. Red-Bull-Fußball ist in einer Fußballwelt, in der die Champions League für deutsche Zuschauer mittlerweile nur noch im Pay-TV zu sehen ist, auch in doppelter Version ein akzeptierter Geschäftspartner.

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