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1:0 gegen Glasgow Rangers : Spätes Traumtor lässt Leipzig jubeln

  • Aktualisiert am

Liebling des Moments: Torschütze Angelino Bild: Reuters

Mit einem satten Schuss fünf Minuten vor Schluss sorgt Angeliño für die Entscheidung zugunsten von RB Leipzig im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen die Glasgow Rangers.

          2 Min.

          Ein finalreifer Geniestreich von Angeliño lässt RB Leipzig vom ersten Europapokal-Endspiel der Clubgeschichte träumen.

          In der 85. Minute zog der Spanier aus 20 Metern ab und bescherte den dominanten, aber lange Zeit ideenlosen Gastgebern gegen die Glasgow Rangers im Halbfinal-Hinspiel der Europa League einen viel umjubelten 1:0 (0:0)-Sieg.

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          Das favorisierte Team von Trainer Domenico Tedesco legte damit den Grundstein vor 40.303 Zuschauern am Donnerstag in der Red Bull Arena für das so ersehnte Weiterkommen im Rückspiel in einer Woche im legendären Ibrox-Stadion.

          Den Glauben daran dürfte RB erst recht aus den vorherigen Runden schöpfen. Im Hinspiel gegen San Sebastian und im Hinspiel gegen Bergamo waren die Leipziger nicht mal über ein Unentschieden hinausgekommen. Im zweiten Aufeinandertreffen gewannen sie jeweils eindrucksvoll und zogen in die nächste Runde ein.

          Gut 7000 Rangers-Fans hatten ihre Mannschaft nach Leipzig begleitet, in der Innenstadt dominierten den ganzen Donnerstag über die Farben weiß, blau und rot. Die Gesänge der beiden Fanlager waren dann auch das, was den neutralen Zuschauer in der ersten Halbzeit wach hielt. Die Rangers verteidigten ihren Strafraum mit acht Profis, Leipzig übte bei über 70 Prozent Ballbesitz fleißig Querpässe – was dem Spiel zunächst ein enormes Einschlafpotenzial verlieh.

          Dabei hatte der gesperrte und schmerzlich vermisste Spielmacher Kevin Kampl vor dem Anpfiff noch etwas ganz anderes vorgegeben. „Das eine oder andere Tor schießen, um die Tür schon möglichst weit aufzumachen“, sagte der 31-Jährige am Stadionmikrofon. Im ersten Abschnitt brachte RB jedoch nur drei Fast-Chancen durch Christopher Nkunku (17.), Konrad Laimer (18.) und Angeliño (31.) zustande. Tedesco nahm einen Schluck aus seiner Wasserflasche und eilte mit wenig begeistertem Gesichtsausdruck in die Kabine.

          Er reagierte jedoch nicht umgehend und ließ seine beiden nominellen Stürmer André Silva und Yussuf Poulsen vorerst auf der Bank. Der 36-Jährige sah auch gleich die bis dahin beste Chance des Spiels – für Glasgow. Der Schuss von Ryan Kent (49.) ging jedoch am hinteren Pfosten vorbei. Die Leipziger Antwort war ein satter Schuss von Nkunku (53.), der allerdings nicht plaziert genug war.

          Allerdings blieb RB in der Spielanlage immer noch zu harmlos und zu kompliziert. Tedesco applaudierte seinen Spielern immer wieder, munterte sie auf. Die Zuschauer waren nicht ganz so geduldig, nach 65 Minuten gab es erste Pfiffe. Dann hatte Nkunku (71.) die Führung auf dem Fuß, Rangers-Keeper Allan McGregor war bereits umkurvt, doch der Franzose drosch den Ball aus zehn Metern drüber. Nun reagierte Tedesco, brachte Silva und Emil Forsberg (72.) für Dominik Szoboszlai und Dani Olmo. Das so wichtige und ersehnte Tor aber erzielte ein anderer – und wie!

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