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Rassismus-Debatte : Cacau wirft Özil und DFB gleichermaßen Fehler vor

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Der Integrationsbeauftragte des DFB, Claudemir Jerônimo Barreto, besser bekannt als Cacau. Bild: dpa

Aus Sicht des DFB-Integrationsbeauftragten habe nicht nur Özil mit seinem Erdogan-Foto einen Fehler gemacht, sondern auch der DFB, weil er keine klare Richtung angegeben habe. Die Rassismusvorwürfe nennt er jedoch „sehr hart“.

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          Cacau, Integrationsbeauftragter der Deutschen Fußball-Bundes, hat den zurückgetretenen Nationalspieler Mezut Özil kritisiert, aber auch Vorwürfe gegen die DFB-Führung erhoben. Auf die Frage, ob ein Rücktritt von DFB-Präsident Reinhard Grindel hilfreich wäre, sagte er am Donnerstagabend in den ARD-„Tagesthemen“: „Das ist im Moment schwer zu sagen, weil die Diskussion dann doch sehr emotional ist.“

          Aus seiner Sicht habe nicht nur Özil mit seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem langen Schweigen danach Fehler gemacht. „Sondern auch der DFB, der nicht von vorneherein klar eine Richtung gegeben hat und diese Richtung dann auch befolgt hat. Das war heute eine Aussage und morgen eine andere. Und das war schwierig“, kritisierte der frühere Nationalspieler, der seit 2016 Integrationsbeauftragter beim Deutschen Fußball-Bund ist. „Man muss das klar, transparent und offen ansprechen.“ Das sei im Moment aber leider nicht der Fall.

          Cacau bezeichnete die Rassismus-Vorwürfe Özils als „sehr hart“. Er habe in seinen Jahren beim DFB nichts Derartiges erlebt, obwohl auch er erkennbar einen Migrationshintergrund habe - der 37-Jährige ist gebürtiger Brasilianer. Özil sei ein hochtalentierter Spieler, da seien die Erwartungen hoch. „Eine Kritik, die man an einem Spieler auch mit Migrationshintergrund übt, ist nicht gleich Rassismus.“

          Deutschland hat kein flächendeckendes Rassismus-Problem

          Der Integrationsbeauftragte beklagte, die öffentliche Diskussion gehe mittlerweile in eine falsche Richtung: „Man hat das Gefühl, wenn man die Nachrichten sieht und liest, dass Deutschland ein flächendeckendes Rassismus-Problem hat. Das ist nicht der Fall.“

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