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Ralf Rangnick im Interview : „Wir dürfen keine Zeit verplempern“

Ralf Rangnick: Einst Trainer und Sportdirektor bei RB Leipzig, jetzt Verantwortlich für die Fußballstrategie des gesamten Red-Bull-Konzerns. Bild: dpa

Im Gespräch mit der F.A.Z. mahnt Ralf Rangnick dringend notwendige Reformen im deutschen Fußball an. Auch spricht er über die Führungsstärke von Julian Nagelsmann, die Schnellboote von RB Leipzig und die DFB-Torhüterdiskussion.

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          Zu Beginn drei Fragen zum Stand des deutschen Fußballs. Erstens: Was sagt uns die Qualität der Diskussion um den Torhüterposten in der Nationalelf über zeitgemäße Kommunikation im deutschen Fußball?

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Was in den letzten Wochen zu dem Thema gesagt wurde, ist aus meiner Sicht nicht wirklich wichtig, und man sollte auch nicht alles auf die Goldwaage legen. Denn manches hatte ja fast schon Satire-Charakter.

          Zweitens: Und wer ist denn nun der bessere Torhüter, Neuer oder ter Stegen?

          Tatsache ist: Wir haben zwei Weltklassetorhüter, um die uns viele Länder und Vereine beneiden. Das ist ein Luxusproblem. Wenn man zwei Spieler hat, die so auf Augenhöhe sind wie Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen, spielen auch „soft skills“ eine Rolle. Ich nenne solche Spieler gerne Potenzspieler, weil sie durch ihre Mentalität, ihren Charakter andere Spieler besser machen können. Um das zu beurteilen, muss man viel mehr Details kennen als ich es tue. Und daher kann ich mir dazu auch kein Urteil erlauben.

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