https://www.faz.net/-gtl-ai3x0

Kritik an Qatar beim FC Bayern : „Ein Schlag ins Gesicht“

Rüge aus den eigenen Reihen: Die Fans des FC Bayern kritisierten beim Heimspiel gegen Freiburg wieder einmal die Qatar-Geschäfte ihres Vereins. Bild: dpa

Der „Qatar-Antrag“ kommt bei der Mitgliederversammlung des FC Bayern womöglich gar nicht erst zur Abstimmung. Der Initiator Michael Ott wittert Kalkül. Der Verein sagt: Es wird noch geprüft.

          4 Min.

          Am Donnerstagmorgen hat der Rechtsreferendar Michael Ott auf seiner Website „katar-antrag.de“ einen Hilferuf veröffentlicht. In fettgedruckten Buchstaben steht dort „Dringend“ – und dann: „Der FC Bayern weigert sich ohne Begründung, den Katar-Antrag zur Jahreshauptversammlung zuzulassen. Er weiß genau, dass der Antrag zulässig ist, spielt aber auf Zeit, um eine Abstimmung zu verhindern. Jetzt müssen schnell gerichtliche Schritte ergriffen werden, um den Verein zur Abstimmung zu zwingen.“

          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Es folgt ein Link, der auf eine Spendenseite führt. Sie wurde von Ott erstellt, um Geld für mögliche Gerichtskosten zu sammeln. Das Ziel: 3000 Euro. Nicht mal vier Stunden später sind mehr als 4000 Euro überwiesen worden. Unter den vielen Kleinspendern, das geht aus den Kommentaren hervor, sind Menschen, die den FC Bayern „meine[n] Verein“ nennen. Und auch Michael Ott, 28 Jahre alt, ist nicht nur Rechtsreferendar, sondern seit 2007 Mitglied des FC Bayern München e. V.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schwieriger Besuch: Baerbock bei Lawrow im russischen Außenministerium

          Baerbock bei Lawrow : Frostige Begegnung in Moskau

          Annalena Baerbocks Treffen mit Russlands Außenminister verläuft höflich, aber angespannt. Die beiden tragen einander in erster Linie lange Listen an Differenzen vor. Und Lawrow ist gewohnt listig.
          Manfred Weber (links) applaudiert nach der Wahl Roberta Metsolas zur Präsidentin des  Europäischen Parlaments.

          Neue EU-Parlamentspräsidentin : Webers Deal und seine Folgen

          Roberta Metsola rückt an die Spitze des EU-Parlaments. Zu verdanken hat sie das vor allem dem Strippenzieher Manfred Weber. Die Grünen haben sie nicht gewählt – und zahlen dafür einen hohen Preis.
          Schützt am meisten: Eine Mitarbeiterin im Berliner Humboldt-Forum bereitet Spritzen für die Impfung vor.

          Immunität durch Infektion : Omikron ersetzt die Impfung nicht

          Die aktuelle Omikron-Welle kann Delta zurückdrängen, manche hoffen auf einen Immunschutz. Wieso das jedoch in die Irre führen kann – und was für die Impfpflichtdebatte bedeutet.