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Bockiger Fußball-Star : Neymar provoziert und forciert seinen Abgang

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Neymar, ein Mann von Welt? Eher nicht. Bild: AFP

Brasiliens bockiger Fußballstar Neymar lässt die Welt weiterhin wissen, wie gerne er zum FC Barcelona zurückkehren würde. Nun versetzt er seinem aktuellen Arbeitgeber den nächsten Seitenhieb.

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          Das Wappen des großen FC Barcelona ist deutlich erkennbar, die Botschaft daneben unmissverständlich. „Keiner Waffe, die sich gegen dich richtet, wird es gelingen“, lautet der vielsagende Bibelvers, den Superstar Neymar ganz bewusst vor seiner Rückkehr nach Paris veröffentlichte. Ein weiterer Verbleib in der Stadt der Liebe? Für den Brasilianer unvorstellbar.

          Dass es den teuersten Fußballer der Welt zurück nach Spanien zieht und er wieder an der Seite von Lionel Messi spielen möchte, ist längst kein Geheimnis mehr. Mit dem Video auf Instagram ließ er seinen aktuellen Arbeitgeber Paris St. Germain nun allerdings wissen: Widerstand zwecklos!

          Die jüngste Aktion des begnadeten Angreifers, der offenbar schon eigenwillig bis Montag in seiner Heimat eine Sprunggelenks-Verletzung auskuriert hatte, stellt den nächsten Akt im Wechselstreit mit PSG dar. Ein weiterer Affront also, den sich der Scheich-Klub eigentlich nicht gefallen lassen darf. Zumal Neymar dem stolzen Verein des deutschen Trainers Thomas Tuchel zuvor auch noch verbal einen Seitenhieb versetzt hatte.

          In einem Interview mit dem Portal „Oh my Goal“ nannte der 27-Jährige nämlich gleich zweimal das 6:1 Barcas im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League 2017 gegen PSG als bemerkenswerten Moment seiner Karriere - neben dem gegen Deutschland gewonnenen Olympiafinale 2016. Ein denkwürdiges Spiel, das PSG auch heute noch empfindlich schmerzt, als größte Genugtuung?

          „Das Gefühl, als wir das sechste Tor erzielt haben, war einmalig, spektakulär“, erinnerte sich Neymar, der am Samstag bei einem Event seiner Stiftung in Praia Grande in der Nähe von Santos auftrat. Auf die Frage nach dem besten Moment, den er in der Umkleidekabine erlebt habe, legte er zudem nach: „Ich glaube, dass war, als wir gegen PSG 6:1 gewonnen hatten. Als wir in die Kabine kamen, waren alle total verrückt und überglücklich.“

          Mehr denn je sollte sich PSG die Frage stellen, ob ein derart bockiger Spieler bei der Verwirklichung der hohen Ziele hilft. Zwar versicherte Neymar, dass er „zu 100 Prozent wiederhergestellt“ sei und ihm jetzt nur noch das Training fehle. Aber was bringt das schon, wenn sein Herz für einen anderen Klub schlägt?

          Immerhin haben die PSG-Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkannt und dem Wechsel zumindest nicht mehr kategorisch einen Riegel vorgeschoben. Sofern ein „für alle Beteiligten zufriedenstellendes Angebot“ eingehen wird, sagte PSG-Sportdirektor Leonardo unlängst der französischen Tageszeitung Le Parisien, „kann Neymar PSG verlassen“.

          Die 222 Millionen Euro, die Paris 2017 nach Katalonien überwiesen hatte, wird es für eine Rückkehr jedoch ganz sicher nicht mehr geben. Barca hatte schließlich gerade erst satte 120 Millionen Euro (oder mehr?) für Weltmeister Antoine Griezmann ausgegeben - ebenfalls einer, der sich den Wechsel quasi erstreikt hatte.

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