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Finanzströme im Profifußball : Angriff aus Amerika

  • -Aktualisiert am

Der Gesetzgeber will die Geldwäschebekämpfung wirkungsvoller gestalten. Bild: Getty

Die Finanzströme im Profifußball sollen überwacht werden. Dieser Vorstoß bietet Chancen und vermeidet Risiken, die den deutschen und europäischen Fußball bereits heute in ihrem Geschäftsmodell bedrohen.

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          Die Justizministerkonferenz der Länder beabsichtigt, die gesetzlichen Regelungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, insbesondere die in anderen Lebensbereichen bereits geltenden Meldepflichten, auf den „Profifußball“ auszuweiten. Dazu hat das Justizressort der Freien Hansestadt Bremen, das aktuell den Vorsitz der Justizministerkonferenz innehat, ein entsprechendes Papier erarbeitet. Losgelöst von einzelnen Maßnahmen, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob der Vorschlag, die Finanzströme im kommerziellen Fußball stärker zu überwachen, Fluch oder Segen für die Klubs ist.

          Der Vorstoß aus Bremen dürfte in den meisten Klubs und der DFL auf Skepsis und Ablehnung stoßen. Ein vorhersehbares Argument der Ablehnung könnte lauten, dass Überwachungs- und Meldepflichten zusätzlichen Aufwand bedeuten und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Klubs gefährden. Der Gedanke, die Finanzströme bis hin zu einzelnen Geldzahlungen im Profifußball zu überwachen, bietet jedoch vielmehr Chancen und vermeidet Risiken, die den deutschen und europäischen Fußball bereits heute in ihrem Geschäftsmodell bedrohen. Um diese Risiken zu verstehen, gilt es, die Märkte und Marktpotentiale sowie die darin auftretenden Wettbewerber grundsätzlich global zu betrachten.

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