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Jeder gegen jeden : Problemfall Chemnitzer FC

Klare Botschaften: die Fans des Chemnitzer FC Bild: Picture-Alliance

Schwere Zeiten für den Chemnitzer FC: Der Verein ist insolvent, sportlich im Keller, führungslos und unter Druck von rechtsradikalen Fans. Das kommt nicht von ungefähr – und könnte Konsequenzen haben.

          5 Min.

          Als die Stadionsprecherin Mitte August im Pokalspiel gegen den Hamburger SV die Aufstellung des Chemnitzer FC verliest, reagiert die Südkurve im Stadion an der Gellertstraße unmissverständlich: „Daniel Frahn Fußballgott!“ rufen die Ultras bei jedem der genannten Spieler und halten dazu Schilder mit der Zahl 11 hoch. Daniel Frahn mit der Rückennummer 11 war der „Fußballgott“ des Chemnitzer FC, Stürmerstar, Torschützenkönig und Kapitän, bis ihn der Verein wenige Tage vor dem Pokalspiel mit sofortiger Wirkung rauswarf.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Der 32 Jahre alte Fan-Liebling war, weil verletzt, zuvor zum Ligaspiel des CFC beim Halleschen FC mit mutmaßlich rechtsradikalen Fans angereist und hatte sich in ihrer Mitte im Gästeblock gezeigt. Der Verein nahm „mit Entsetzen“ zur Kenntnis, dass sich „Frahn als großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung ,Kaotic Chemnitz‘ herausgestellt hat und damit großen Schaden für den Verein anrichtete“.

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