https://www.faz.net/-gtl-agq54

Übernahme von Newcastle United : Was für Menschenrechte?

  • -Aktualisiert am

Diese Anhänger von Newcastle United fremdeln nicht mit den neuen Besitzern des Klubs. Bild: AFP

Der saudi-arabische Staatsfonds PIF übernimmt Newcastle United. Saudi-Arabien steht wegen Menschenrechtsverletzungen stark in der Kritik, doch das scheint einige Anhänger nicht zu interessieren.

          3 Min.

          Wie aus dem Nichts spielten sich am Donnerstag am St. James’ Park, dem altehrwürdigen Stadion des Premier-League-Klubs Newcastle United, turbulente Szenen ab. Fußballfans, die sich dort versammelt hatten, lagen sich in den Armen, sangen Lieder, rissen die Arme in die Luft, schmissen mit Bierbechern. Dabei hatte ihr Verein gerade kein Spiel gewonnen – die Mannschaft hatte ja noch nicht einmal gespielt. Stattdessen aber war etwas geschehen, das viele Fans noch verzweifelter herbei gesehnt hatten als jeden Titel: Die Zeit des in Newcastle alles andere als gern gesehenen Eigentümers und Sportartikel-Milliardärs Mike Ashley war nach 14 Jahren zu Ende gegangen.

          Die Vollzugsmeldung am Donnerstag kam für die meisten überraschend. Neuer Eigentümer ist ein Konsortium um die britische Unternehmerin Amanda Staveley, die Immobilien-Investoren Reuben Brothers und den saudi-arabischen Staatsfonds PIF, hinter dem Kronprinz Mohammed bin Salman steht. Schon im Frühjahr 2020 war das Interesse des Konsortiums bekannt geworden, jetzt hat die Premier League die Übernahme in Höhe von angeblich 305 Millionen Pfund (359 Mio Euro) genehmigt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Warten auf den Corona-Test: Norwegische Studenten harren am Montag am Flughafen von Johannesburg vor ihrem Flug nach Amsterdam aus.

          Neue Corona-Variante : Wie gefährlich ist Omikron?

          Erste Ausbrüche in Europa verstärken die Sorge, die neue Corona-Mutante könnte noch gefährlicher sein als die bisherigen Varianten. Zu Recht? Noch mangelt es an klinischen Daten, aber einiges lässt sich inzwischen schon über Omikron sagen.