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Fußball in England : Mourinho im Glück – Klopp wieder mit spätem Sieg

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Zum Einstand von Trainer José Mourinho bei Tottenham gab es einen Sieg, Lucas Moura (rechts) freut sich mit. Bild: Reuters

Mit dem neuen Trainer gelingt Tottenham gleich ein Sieg. Auch Klopp und Guardiola dürfen sich in England freuen – anders als Özil und Arsenal. In Spanien hat Barcelona viel Mühe. Juve siegt in Italien ohne Ronaldo.

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          Start nach Maß für Star-Teammanager Jose Mourinho: Bei seinem Comeback in der englischen Premier League gewann „The Special One“ mit Tottenham Hotspur 3:2 (2:0) bei West Ham United und führte den zuletzt kriselnden Champions-League-Finalisten der Vorsaison zum Auftakt des 13. Spieltags zumindest für ein paar Stunden von Tabellenplatz 14 auf Rang sechs.

          „Ich war wirklich glücklich, bis wir diese zwei Gegentore kassiert haben. Wir haben gut gespielt und die Dinge aus dem Training umgesetzt“, sagte Mourinho: „Das Wichtigste war aber zu gewinnen, egal wie. Wir haben Glück, dass ich so viele Jahre in der Premier League bin. Zur Halbzeit habe ich die Spieler gewarnt, dass das Spiel noch offen ist, auch wenn wir in der 85. Minute 3:0 führen.“

          Im Londoner Olympiastadion präsentierten sich die nun schon seit acht Pflichtspielen sieglosen Hammers lange als optimaler Aufbaugegner: harmlos im Angriff und nicht immer aufmerksam in der Abwehr. Heung-Min Son traf nach einem Steckpass von Dele Alli (36.) und bereitete das 2:0 durch Brasiliens Nationalspieler Lucas Moura (43.) vor. Harry Kane (49.) erhöhte mit seinem siebten Saisontor, West Hams Michail Antonio (73.) und Angelo Ogbonna (90.+6) verkürzten.

          Tottenham hatte sich nach fünf Ligaspielen in Serie ohne Sieg am vergangenen Dienstag von Teammanager Mauricio Pochettino getrennt und tags darauf Mourinho als Nachfolger vorgestellt. Für den 56-Jährigen ist es nach seinem zweimaligen Engagement beim FC Chelsea (2004 bis 2007, 2013 bis 2015) sowie bei Manchester United (2016 bis 2018) die dritte Trainerstation auf der Insel. Bei den Red Devils war Mourinho vor elf Monaten entlassen worden.

          Jürgen Klopp bleibt mit dem FC Liverpool in der englischen Premier League auf Titelkurs. Trotz einiger Probleme setzten sich die Reds bei Crystal Palace mit 2:1 (0:0) durch und behaupteten ihre komfortable Tabellenführung. Der frühere Meister Leicester City liegt nach dem 2:0 (0:0) bei Brighton & Hove Albion weiter acht Punkte zurück.

          Liverpool hatte im Selhurst Park zunächst große Probleme. Crystal Palace ging sogar in Führung, doch der Schiedsrichter nahm den Treffer von James Tomkins nach Intervention des Videoassistenten wegen eines Fouls von Jordan Ayew zurück (44.). Auf der Gegenseite traf Sadio Mane (49.). Nach dem Ausgleich durch Wilfried Zaha (82.) sicherte der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (85.) den Gästen spät noch den Sieg.

          Titelverteidiger Manchester City schob sich mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen den FC Chelsea auf den dritten Platz vor. Die Auswahl von Teammanager Pep Guardiola bezwang die Londoner mit 2:1 (2:1), allerdings liegt der Meister bereits neun Punkte  hinter Liverpool zurück. Chelsea hat zwei Zähler weniger auf dem Konto und ist Vierter. Nachdem Chelsea durch N'Golo Kante (22.) in Führung gegangen war, drehte ManCity durch Kevin De Bruyne (29.) und Riyad Mahrez (37.) die Partie.

          Der FC Arsenal mit dem ehemaligen Weltmeister Mesut Özil verpasste beim 2:2 (1:1) gegen den FC Southampton den Sprung auf einen Europapokalplatz. Arsenal mit Özil in der Startelf geriet durch Danny Ings (8.) und James Ward-Prowse (71.) zweimal in Rückstand, doch Alexandre Lacazette glich zweimal aus (18. und 90.+6).

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