https://www.faz.net/-gtl-a69g2

Corona-Krise und Fußball : Premier League probt die Rückkehr der Fans

  • Aktualisiert am

Fast ein wenig wie früher. 2000 Chelsea-Fans durften beim Spiel gegen Leeds dabei sein. Bild: AFP

Während die Fußballstadien in Deutschland weiterhin leer sind, kehren in der englischen Liga die Zuschauer zurück. In der Premier League sind einige Fans wieder zugelassen. Es gelten aber besondere Regeln.

          2 Min.

          Die englische Premier League hat die in die Stadien zurückkehrenden Fußballfans vor dem exzessiven Singen und Jubeln gewarnt. „Die Fans sollen sich freuen, aber trotzdem den Abstand zu Personen außerhalb ihrer sozialen Blase einhalten“, hieß es in einem Statement: „Das Umarmen von anderen Fans sollte vermieden werden. Die Besucher werden gebeten, anderen Zuschauern respektvoll zu begegnen. Das beinhaltet auch das Vermeiden von exzessivem singen und schreien.“

          Wissen war nie wertvoller

          Sichern Sie sich mit F+ 30 Tage lang kostenfreien Zugriff zu allen Artikeln auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          An diesem Wochenende dürfen erstmals seit März wieder Fans Spiele der Premier League besuchen. Am vergangenen Donnerstag beim 4:1-Sieg des FC Arsenals gegen Rapid Wien waren bereits 2000 Fans bei einem Europa-League-Spiel zugelassen. Wie viele Zuschauer in welches Stadion dürfen, richtet sich nach dem Infektionsgeschehen am Standort. Die Klubs wurden der Corona-Gefahr entsprechend drei Risikostufen zugewiesen. Die Höchstzahl von 4000 Fans wurde keinem Verein erlaubt, zehn spielen vor 2000 und zehn vor gar keinen Zuschauern.

          Beim FC Chelsea waren 2000 Zuschauer zugelassen. Und der Klub übernahm zumindest für eine Nacht die Tabellenführung. Mit den Fußball-Nationalspielern Timo Werner und Kai Havertz in der Startelf siegten die Blues am Samstagabend 3:1 (1:1) gegen Aufsteiger Leeds United und schoben sich mit 22 Punkten vor Tottenham Hotspur und Titelverteidiger FC Liverpool (21), die beide erst am Sonntag spielen.

          Für Chelsea drehten die Franzosen Olivier Giroud (27.) und Kurt Zouma (61.) die Begegnung an der Stamford Bridge nach der Leeds-Führung durch Patrick Bamford (4.). Der frühere Dortmunder Christian Pulisic (90.+3) setzte nach Werner-Vorlage den Schlusspunkt. Bei den Gästen musste Verteidiger Robin Koch früh mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden (9.). Der sechsmalige Meister aus West-London ist derweil seit neun Liga-Spielen ohne Niederlage.

          Zuvor hatte Rekordmeister Manchester United eine erfolgreiche Generalprobe vor dem entscheidenden Champions-League-Duell bei RB Leipzig am Dienstag hingelegt. Die Mannschaft von Teammanager Ole Gunnar Solskjaer kam bei West Ham United nach Rückstand noch zu einem 3:1 (0:1). Den Erfolg sicherten Paul Pogba (65.) und Mason Greenwood (68.) mit einem Doppelschlag sowie Marcus Rashford (78.), nachdem Tomas Soucek (38.) die Gastgeber in Führung gebracht hatte.

          In der Gruppe H der Königsklasse streiten sich vor dem letzten Vorrundenspieltag United, Paris St. Germain und Leipzig um die Plätze eins und zwei, die den Einzug ins Achtelfinale bedeuten. Alle drei Teams haben je neun Punkte auf dem Konto. Leipzig kam in der Bundesliga am Samstagabend beim FC Bayern zu einem 3:3, Paris gewann in der französischen Liga gegen HSC Montpellier mit 3:1.

          Uniteds Stadtrivale Manchester City stellte dank eines starken Kevin De Bruyne den Anschluss an die Spitzengruppe her. Der ehemalige Bundesligaprofi war mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich am 2:0 (2:0) gegen den FC Fulham beteiligt. City konterte bereits nach fünf Minuten erfolgreich. De Bruyne passte im richtigen Moment auf Raheem Sterling, der die Führung erzielte. Mitte der ersten Halbzeit verwandelte der belgische Nationalspieler einen Foulelfmeter, nachdem Sterling zu Fall gekommen war (26.).

          Spaniens Rekordmeister Real Madrid tankte derweil Selbstvertrauen für den Champions-League-Showdown gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwoch. Die Königlichen beendeten ihre drei Spiele andauernde Durststrecke in La Liga und gewannen beim Europa-League-Sieger FC Sevilla durch ein Eigentor von Sevilla-Keeper Bono (55.) mit 1:0 (0:0). „Das sind drei wichtige Punkte für uns“, sagte Real-Coach Zinedine Zidane, „es war ein verdienter Sieg gegen einen guten Gegner, der dich jederzeit in Schwierigkeiten bringen kann.“

          Lange Gesichter gab es dagegen beim Real-Erzrivalen FC Barcelona. Für die Katalanen um Superstar Lionel Messi und Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen ist das Titelrennen nach dem 1:2 (0:1) beim Aufsteiger FC Cadiz meilenweit entfernt. Bei beiden Gegentoren sah ter Stegen im Übrigen nicht sonderlich gut aus. „Es ist ein gewaltiger Schritt rückwärts beim Kampf um die Meisterschaft“, meinte Barca-Coach Ronald Koeman. An die Spitze schob sich am Samstag Atletico Madrid mit einem 2:0 (0:0) gegen Real Valladolid. Real hat sechs Zähler, Barca gar zwölf Punkte Rückstand auf den Hauptstadtklub.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Auf Truppenbesuch: Wolodymyr Selenskyj

          Ukraine-Konflikt : Kiews West-Offensive

          Angesichts des russischen Truppenaufmarsches sucht der ukrainische Präsident Selenskyj die Nähe zu EU und Nato. Kann er so das Blatt im Osten seines Landes wenden?
          September 2020: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verfolgt im Bayerischen Landtag eine Rede von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

          Die K-Frage der Union : Söder muss nur noch zuschauen

          Die Unterstützung in der CDU für die Kanzlerkandidatur von Armin Laschet bröckelt Stück für Stück. Umso entschlossener wirkt die CSU. Die christsoziale Kampfmaschine funktioniert reibungslos.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.