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Premier League : Özil nicht mal mehr im Kader

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Das waren noch Zeiten: Mesut Özil Mitte September als Kapitän für den FC Arsenal auf dem Feld Bild: Picture-Alliance

Ohne den ehemaligen deutschen Nationalspieler im Kader unterliegt der favorisierte FC Arsenal verdient Sheffield United. City-Trainer Pep Guardiola äußert sich derweil zu einem großen Problem der Liga.

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          Mesut Özil ist beim FC Arsenal in der englischen Premier League nicht mal mehr Ersatz. Für das 0:1 (0:1) bei Sheffield United wurde der deutsche Fußball-Weltmeister von 2014 am Montag von Teammanager Unai Emery zum dritten Mal in Serie nicht in den Kader berufen. In der laufenden Saison hatte der Mittelfeld-Regisseur seinen einzigen Liga-Einsatz Mitte September beim FC Watford (2:2).

          Ohne Özil (31) verspielte Arsenal den möglichen Sprung auf den dritten Platz und blieb damit auch im vierten Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg. Lys Mousset (30.) traf für Sheffield, das sich am 9. Spieltag auf den neunten Rang nach vorne schob. Özil gehörte wie auch Shkodran Mustafi dem Arsenal-Kader wieder nicht an. Als einziger deutscher Akteur hütete Torhüter Bernd Leno das Arsenal-Tor.

          Özil hatte sich in der vergangenen Woche mit einem langen Interview zu Wort gemeldet. Darin erneuerte er seine Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Er habe vor und während der WM 2018 trotz rassistischer Anfeindungen nach seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan keine Unterstützung erfahren. Arsenal wolle er keinesfalls vor Ablauf seines Vertrages im Sommer 2021 verlassen.

          Der spanische Star-Coach Pep Guardiola glaubt derweil, dass der Kampf gegen rassistische Ausfälle in Fußball-Stadien nicht allein von den großen Verbänden gelöst werden kann. „Ich hoffe, dass die Fifa und die Uefa in der Lage sind, Schritte vorwärts zu machen. Aber es ist ein kulturelles Problem, eines der Einstellung“, sagte der Teammanager des englischen Meisters Manchester City. Daher sei es ein „Kampf, den wir alle kämpfen müssen“, erklärte Guardiola weiter.

          Der englische Fußball war in der vergangenen Woche mehrfach durch beschämende Vorkommnisse mit rassistischem Hintergrund überschattet worden. Zunächst waren einige Nationalspieler der „Three Lions“ in der EM-Qualifikation im bulgarischen Sofia mit Affenlauten, höhnischen Gesängen und dem Hitlergruß beleidigt worden. Zudem musste am vergangenen Wochenende ein FA-Cup-Qualifikationsspiel nach Rassismus-Vorwürfen abgebrochen werden.

          Das Problem trete in vielen Stadien auf, „in englischen, spanischen und italienischen“, sagte Guardiola am Montag vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Atalanta Bergamo weiter. „Es ist eine Kultur, die von Eltern bei jungen Kindern verankert worden sein muss“, sagte der 48-Jährige.

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