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Star muss im Garten trainieren : Mesut Özil verliert den Anschluss

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Das waren noch Zeiten: Mesut Özil als Kapitän des FC Arsenal im Ligapokal im September 2019 Bild: Picture-Alliance

Beim FC Arsenal darf Mesut Özil nicht mehr mitspielen. Im Internet inszeniert sich der ehemalige Nationalspieler nun als vorbildlicher Profi, der ungerecht behandelt wird. Wird ihm das nützen?

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          Mesut Özil gibt alles. Der aussortierte Arsenal-Profi hält sich derzeit im eigenen Garten fit. Bei Twitter veröffentlichte der frühere Fußball-Weltmeister ein Video einer privaten Trainingseinheit. Özil hebt Gewichte, macht Liegestütze und Sit-ups. „Immer bereit“, schrieb er dazu. Seit Wochen versucht der 32-Jährige, im Internet das Bild vom Vorzeigeprofi zu vermitteln, der sich auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet. Dass er den beim FC Arsenal bekommen wird, ist kaum vorstellbar.

          Nachdem ihn Arsenal-Trainer Mikel Arteta weder für die Premier League noch für die Europa League gemeldet hatte, wurde Özil in den letzten Wochen verstärkt in sozialen Medien aktiv. Bei Twitter kommentierte er Arsenal-Spiele live und ließ seine Follower über den Spieler des Spiels abstimmen. Beinahe täglich teilt er neue Beiträge mit seinen über 25 Millionen Followern. Neben Trainingsbildern postet er über den Islam, macht Werbung für Kleidung und Schmuck sowie für wohltätige Zwecke.

          Seitenhieb gegen Trainer

          Auch seinen Frust über die Nichtnominierung äußerte er bei Twitter und Instagram. Er sei „tief enttäuscht“, schrieb Özil, dessen Vertrag bei den Londonern noch bis zum Sommer 2021 läuft. „Als ich 2018 meinen neuen Vertrag unterschrieben habe, habe ich dem Verein, den ich liebe, dem FC Arsenal, meine Loyalität und Treue versprochen, und es macht mich traurig, dass das nicht erwidert wurde.“

          Sportliche Gründe schloss Özil aus, seine Leistungen seien auf einem guten Niveau gewesen. „Aber dann haben sich die Dinge geändert und mir wurde nicht mehr erlaubt, für Arsenal Fußball zu spielen.“ Sein Coach wies die Vorwürfe umgehend zurück. „Das war eine fußballerische Entscheidung, daher habe ich ein völlig reines Gewissen“, sagte Arteta. „Ich war sehr fair zu ihm, ich habe wirklich viel mit ihm kommuniziert.“

          Was Özil von dem Spanier hält, konnte man zwischen den Zeilen lesen, als er seinem früheren Arsenal-Trainer Arsène Wenger zum 70. Geburtstag gratulierte. „Danke für all das Vertrauen und die Unterstützung“, schrieb Özil. Wenger sei „immer respektvoll, fair und ehrlich“ gewesen – ein klarer Seitenhieb gegen Arteta.

          Özil sieht sich abermals als Opfer – ähnlich wie bei der Affäre um die Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und wie bei seinem erbosten Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Allerdings ist es auch kein Geheimnis, dass Arsenal seinen Topverdiener schon lange loswerden will. Der 32-Jährige äußerte sich trotzdem kämpferisch: „Egal was passiert, ich werde weiter für meine Chance kämpfen und meine achte Arsenal-Saison nicht so enden lassen.“ Doch wie sollte sie sonst für Mesut Özil enden?

          Dass Arteta ihn im Januar wieder für die Liga oder den Europapokal anmeldet, ist nicht zu erwarten. Ein vorzeitiger Abschied aus London auch nicht, den hat der 2014er-Weltmeister nämlich kategorisch ausgeschlossen. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

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