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Klopps Ärger über Lampard : „Wir sind nicht arrogant“

  • Aktualisiert am

Hitzige Debatten schon während des Spiels: Liverpools Trainer Jürgen Klopp und Chelsea-Coach Frank Lampard Bild: Reuters

Schon während der Partie zwischen Chelsea und Liverpool gerät der Meistercoach mit Chelsea-Trainer Lampard aneinander. Der wirft Liverpool nach Abpfiff Arroganz vor – und Klopp kontert prompt.

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          Liverpools Trainer Jürgen Klopp hat Chelsea-Coach Frank Lampard für dessen Aussagen nach dem Premier-League-Duell am vergangenen Mittwoch kritisiert. „Wir sind nicht arrogant“, stellte Klopp am Freitag klar. Lampard hatte nach der 3:5-Niederlage seines Teams in Anfield gesagt, Liverpool solle nach dem Gewinn der Meisterschaft „nicht zu arrogant“ werden.

          „In der (Spiel-)Situation kann man sagen, was man will, das ist pure Emotion“, so Klopp. „Aber er muss lernen, dass es nicht okay ist, so etwas nach Abpfiff des Spiels zu sagen. Wenn abgepfiffen wurde, muss man das Buch als echter Sportsmann zuklappen. Das hat er nicht gemacht. Und das ist, ehrlich gesagt, etwas, das mir nicht gefällt.“

          Lampard (42) und Klopp (53) hatten sich während der Partie nach einem Foul von Mateo Kovacic an Sadio Mané ein hitziges Wortgefecht an der Seitenlinie geliefert. Lampard entschuldigte sich am Freitag zumindest teilweise dafür. „Ich bereue die Worte, die ich gewählt habe“, sagte der Chelsea-Coach. „Eins muss ich klarstellen. In einigen Berichten hieß es, ich sei sauer darüber, wie die Liverpool-Spieler gefeiert haben. Im Gegenteil, ich finde, Liverpool sollte nach dieser Saison so viel feiern, wie sie wollen.“

          Mit seinem Trainerkollegen Klopp habe er ausdrücklich kein Problem, betonte Lampard. „Ich hätte nach dem Spiel ein Bier mit Klopp getrunken, um auf deren Erfolg anzustoßen. Aber es gab Dinge an der Seitenlinie, die ich nicht gut fand – nicht von Jürgen Klopp, sondern von der Bank. Die Emotionen kochen hoch in so einem Spiel.“

          Doch nicht an der Seitenlinie, auch auf dem Rasen hatte die Partie beim 5:3 (3:1) für die „Reds“ einiges zu bieten. Sah es zunächst so aus, als seien die Londoner in erster Linie zum Gratulieren an die Anfield Road gekommen, machten es die „Blues“ in der zweiten Hälfte noch einmal spannend. Der frühere Leipziger Naby Keita (23.) hatte Liverpool mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung gebracht, ehe Trent Alexander-Arnold (38.), Georginio Wijnaldum (44.) für die Gastgeber erhöhten. Im zweiten Durchgang trafen der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (55.) per Kopf sowie Alex Oxlade-Chamberlain (84.) für die Gastgeber.

          Noch vor der Pause gelang es Olivier Giroud (45.+3) allerdings zu verkürzen, dann machten es Tammy Abraham (61.) und der bärenstarke ehemalige Dortmunder Christian Pulisic (73.) kurzzeitig noch einmal spannend. Chelsea, wo neben Antonio Rüdiger künftig auch Nationalmannschaftskollege Timo Werner spielen wird, muss damit bis zum Saisonfinale um sein Champions-League-Ticket bangen.

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