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Nationalstürmer in London : Darum wollte Werner unbedingt zu Chelsea

  • Aktualisiert am

Nächste Station London: Timo Werner stürmt jetzt für den FC Chelsea. Bild: Picture-Alliance

Für rund 53 Millionen Euro wechselte Timo Werner aus Leipzig nach London und unterschrieb dort einen langfristigen Vertrag. Nun startet er bei Chelsea – und erklärt, warum er so gerne zu den „Blues“ wollte.

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          Timo Werner will beim FC Chelsea „Teil einer neuen Ära sein“. In einem Video-Interview, das der Premier-League-Klub am Dienstagabend auf seiner Website veröffentlichte, erklärte der deutsche Nationalspieler auch noch mal seine Beweggründe für den Weggang von RB Leipzig und den Wechsel auf die Insel. Werner strich vor allem seinen neuen Trainer Frank Lampard heraus.

          Der frühere Profi sei der Hauptgrund für seinen Wechsel gewesen. Sie hätten sich viel über Sachen wie das System unterhalten, wie er ihn spielen sehen wolle und wie das System zu ihm passe, erklärte Werner. „Er kennt mich jetzt ein bisschen besser und es passt wirklich sehr gut zwischen uns“, sagte Werner: „Ich bin happy, dass ich nun hier bin.“

          Werner wechselte vor Ablauf seines Vertrages bei den Leipzigern zu den Blues in die englische Hauptstadt. RB soll rund 53 Millionen Euro Ablösesumme bekommen haben für den 24 Jahre alten Nationalstürmer. Bei Chelsea unterzeichnete Werner einen Vertrag über fünf Jahre. „Ich kenne die Spieler vorher, als sie die Champions League gewonnen haben mit (Didier) Drogba, dem neuen Teammanager Frank Lampard, Petr Cech als Technischer Berater“, erzählte Werner auf Englisch. „Es ist wie ein kleiner Traum für mich.“

          Am Wochenende hatte Werner hat sein neues Kapitel in London aufgeschlagen. Der Torjäger absolvierte am Montagnachmittag eine individuelle Einheit mit einfachen Dribbling- und Passübungen. Im Anschluss twitterte Werner: „Erstes Training, zum ersten Mal in Blau!“

          Bereits am Sonntag war der Angreifer in London gelandet und hatte das letzte Saisonspiel seines neuen Arbeitgebers von der Tribüne aus verfolgt. Werner sah ein 2:0 gegen die Wolverhampton Wanderers, womit sich die Blues mit Nationalmannschaftskollege Antonio Rüdiger die Champions-League-Teilnahme sicherten.

          Für Nationalspieler Benjamin Henrichs war derweil Trainer Julian Nagelsmann einer der entscheidenden Gründe für seinen Wechsel von der AS Monaco nach Leipzig. „Julian ist ein extrem wichtiger Faktor, warum ich nach Leipzig wollte“, sagte Henrichs der „Sport Bild“. Der 23-Jährige ist für ein Jahr vom französischen Erstligaverein ausgeliehen. Im Anschluss besitzt RB eine Kaufoption.

          Henrichs hatte „keine gute Saison in Monaco“ und kam nur unregelmäßig zu Einsätzen. „Und dennoch wollte er mich immer zu RB holen und hat meine Qualitäten gesehen“, erklärte Henrichs, der sich in Leipzig unter Nagelsmann weiterentwickeln möchte: „Hier geht es viel um die Offensive, auch für Verteidiger. Mein Aufgabenzettel für das Spiel wird immer prallvoll sein.“

          In RB-Sportdirektor Markus Krösche trifft Henrichs bei den Sachsen zudem auf einen alten Bekannten. „Er war zu meiner Zeit in Leverkusen Kotrainer. Wir haben viel zusammen gelacht, und er hat mir vor allem das Gegenpressing eingetrichtert“, meinte der RB-Neuzugang. „Unser Chefcoach war Roger Schmidt, der bisher wichtigste Trainer meiner Karriere. Er hat an mich geglaubt und mich ins kalte Wasser geworfen.“

          Kurze Zeit später feierte Henrichs als 19-Jähriger sein Debüt in der Nationalmannschaft. Seinen letzten Einsatz für die DFB-Auswahl absolvierte der Außenverteidiger im Juni 2017 beim Confederations Cup. „Ich sage seit drei Jahren, dass ich zurück in die Nationalmannschaft möchte. Bisher hat es nicht geklappt. Jetzt muss ich aber zuerst Taten bei RB sprechen lassen“, sagte Henrichs.

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