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Premier League : Chelsea verpasst die Revanche

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Michael Ballack und Manchesters Torschütze Park Ji-Sung: Unentschieden an der Stamford Bridge Bild: AP

Michael Ballack und seinem FC Chelsea ist die Revanche gegen Meister Manchester United nicht geglückt. Die „Blues“ kamen in der Premier League gegen die „Red Devils“ nur zu einem 1:1. Die Tabellenführung übernahm der FC Arsenal.

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          Michael Ballack und seinem FC Chelsea ist im Spitzenspiel der englischen Fußball-Premier-League die Revanche gegen Meister Manchester United nicht geglückt. Die „Blues“ kamen am Sonntag gegen die „Red Devils“ nur zu einem 1:1 und verloren damit am fünften Spieltag die Tabellenführung an den FC Arsenal.

          Im ersten Aufeinandertreffen nach dem verlorenen Champions-League-Finale schaffte Chelsea nur den späten Ausgleich durch den Treffer von Salomon Kalou (80. Minute). Manchester United war an der Stamford Bridge durch Ji-Sung Park (18.) in der ersten Halbzeit verdient in Führung gegangen. Michael Ballack zeigte für Chelsea eine gute Leistung.

          Arsenal spektakulär

          Der FC Arsenal hatte bereits am Samstag beeindruckt und beim dritten Sieg in Folge mit spektakulärem Offensivfußball auch den eigenen Teammanager Arsene Wenger total begeistert: Durch das 3:1 bei den Bolton Wanderers eroberten die jungen „Top Gunns“ (The Sun) die Tabellenspitze, die ihnen der FC Chelsea mit einem Sieg gegen Manchester United hätte streitig machen können.

          Ärgerlich: die Revanche für das verlorene Champions-League-Finale blieb für Michael Ballack aus
          Ärgerlich: die Revanche für das verlorene Champions-League-Finale blieb für Michael Ballack aus : Bild: AP

          „Im Einzel-Vergleich waren wir auf jeder Position stärker, im Team sogar brillant“, sagte Wenger sichtlich zufrieden und verteilte für ihn ungewohnte Lobeshymnen: „In unserem Team steckt Kraft, Sicherheit und eine große Autorität.“ Obwohl die Gunners im Altersschnitt über eine der jüngsten Mannschaften der Liga verfügen, konnten Spieler wie Cesc Fabregas, Theo Walcott oder Denilson unter Wenger in den letzten Jahren reichlich Spielpraxis sammeln und zu gestandenen Profis reifen.

          Wenger: „Ich glaube an unsere Qualität“

          Das Konzept soll in dieser Saison Früchte tragen und möglichst den ersten Meistertitel seit 2004 bringen, so Wenger: „Wir waren schon letztes Jahr nahe dran an Manchester. Der Wille ist da, und ich glaube an unsere Qualität.“ Wie gefestigt das Team inzwischen ist, zeigte die Reaktion nach dem 0:1-Rückstand durch den Treffer von Boltons Kevin Davies (14.).

          Ohne in Hektik zu geraten, zog Arsenal sein typisches Kurzpassspiel auf und spielte den Gegner phasenweise schwindelig. Zwei Treffer von Torjäger Emmanuel Adebayor (22.) und vom Kameruner Alexandre Song-Billong (24.) sorgten für die schnelle Wende zugunsten der Londoner. Den Schlusspunkt setzte der Brasilianer Denilson mit dem Tor (87.) zum 3:1-Endstand.

          Liverpool nur unentschieden

          Überragender Mann auf dem Platz war jedoch einmal mehr Fabregas, der als Passgeber und Organisator im Mittelfeld glänzte. Der spanische Nationalspieler hat Interesse bei vielen europäischen Top-Klubs geweckt, doch Arsenal würde den 21 Jahre alten Spielmacher trotz finanzieller Probleme nicht einmal für umgerechnet 125 Millionen Euro ziehen lassen. Das zumindest erklärte Klubchef Peter Hill-Wood und ergänzte: „Wir werden jedem Angebot für einen unserer Star-Spieler widerstehen.“

          Einen Rückschlag im Meisterrennen hat dagegen Rekordmeister FC Liverpool einstecken müssen. Die Reds kamen gegen den Abstiegskandidaten Stoke City nur zu einem 0:0 und haderten im Anschluss mit Schiedsrichter Andre Marriner. Der Unparteiische pfiff ein Freistoß-Tor von Kapitän Steven Gerrard nach zwei Minuten wegen einer angeblichen Abseitsstellung zu Unrecht ab – es wäre zudem Gerrards 100. Treffer für Liverpool gewesen.

          Zola siegt mit West Ham

          „Es ist nicht zu glauben“, schimpfte Liverpools Teammanager Rafael Benitez: „Ich brauche den Schiedsrichter gar nicht zu fragen, warum er das Tor nicht gegeben hat. Denn diese Entscheidung kann er gar nicht erklären.“ Unterdessen gelang Gianfranco Zola als neuem Teammanager von West Ham United beim 3:1-Sieg gegen Newcastle United der erhoffte Sieg zum Einstand. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Robert Huth verlor derweil mit dem FC Middlesbrough 0:2 beim FC Sunderland.

          Nutznießer des 1:1 zwischen den beiden Teilnehmern des Champions-League-Finale war Arsenal London: Die „Gunners“ begeistern bei
          ihrem 3:1-Erfolg in Bolton
          sogar ihren sonst so
          kritischen Teammanager
          Arsene Wenger und klettern an die Tabellenspitze.

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