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Premier League : Die Werner-Story in einem Spiel

  • Aktualisiert am

Timo Werner nach seinem Treffer an der Stamford Bridge. Bild: AP

Zum 16. Mal in seiner Zeit bei den „Blues“ wird dem Nationalspieler ein Treffer aberkannt. Dann darf er wieder jubeln – und diesmal hält die Freude sogar an. Trotzdem fordert Tuchel Verbesserungen.

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          Timo Werner musste lachen. Was er an diesem verregneten Londoner Nachmittag erlebt hatte, war „die Geschichte meiner ganzen Chelsea-Zeit in einem Spiel“ zusammengefasst. Werner hatte sich für den FC Chelsea gegen den FC Southampton aufgerieben.

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          Ihm wurde zum 16. Mal in seiner Zeit bei den „Blues“ ein Tor nach Videobeweis aberkannt. Und am Ende traf er doch noch regulär zum vorentscheidenden 2:1 in der 84. Minute – zum ersten Mal in der Premier League seit April. „Das war nicht nur wichtig für mich, sondern für die ganze Mannschaft“, sagte er nach dem 3:1.

          Die vergangenen Spiele seien „nicht so einfach“ gewesen, hatte ihn Trainer Thomas Tuchel doch meist nur als Joker gebracht. Schon machten Wechselgerüchte die Runde. Diesmal durfte Werner von Beginn an neben Zugang Romelu Lukaku ran und traf per Kopf zum vermeintlichen 2:0 (41.). Doch wegen eines Fouls in der Entstehung wurde das Tor zurückgenommen – typisch, fand Tuchel: „Jedes Mal, wenn er ein Tor schießt, haben wir das Gefühl, dass es eine VAR-Entscheidung gibt, die ihm das Tor wegnimmt.“

          Werner meinte: „Das zieht dich immer ein bisschen runter, wenn du triffst, mit den Fans feierst – und es dann aberkannt wird.“ 30-mal durfte er jubeln, nur 14 Tore hatten Bestand. „Das ist heftig“, meinte Werner, „aber ich bleibe dran.“ Sein Trainer fordert genau das mit kritischem Ton ein. „Er muss weitermachen und sich in vielen Dingen verbessern“, sagte Tuchel. Das gilt auch für Kai Havertz, der 90 Minuten auf der Bank schmorte und dem Tuchel „ein wenig verlorenes Selbstvertrauen“ attestierte.

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