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Überraschend hohe Ausgaben : Die erstaunlichen Millionendeals des FC Chelsea

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Könnte neben Timo Werner noch weiteren deutschen Zuwachs beim FC Chelsea bekommen: Antonio Rüdiger (Bild) Bild: dpa

Der Leverkusener Kai Havertz plant den Abflug aus der Bundesliga – für wohl 100 Millionen Euro Ablöse. Ziel könnte der FC Chelsea sein, der bereits zwei weitere kostspielige Transfers verkündet hat. Wie kann das funktionieren?

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          Wenn Kai Havertz in zwei Wochen aus dem Urlaub zurückkehrt, wird er vielleicht als erstes an die Tür von Rudi Völlers Büro klopfen und den Sportchef offiziell um die Freigabe bitten. Die Entscheidung, Bayer Leverkusen nach zehn Jahren zu verlassen, ist gefallen und soll den Bayer-Bossen laut Sport Bild zeitnah mitgeteilt werden. Genau wie der Name des europäischen Topklubs, der die 100-Millionen-Euro-Forderung offenbar erfüllen will: FC Chelsea.

          Teammanager Frank Lampard hatte den 21 Jahre alten Nationalspieler bei einer Pressekonferenz vor zwei Wochen als „Top-Spieler“ bezeichnet, aktuelle Gespräche über eine Verpflichtung aber verneint. Auch Völler zeigte sich in seiner ersten Reaktion auf den Bericht zurückhaltend.

          „Es gibt keinen Corona-Rabatt!“

          „Es ist für keinen ein Geheimnis, dass es Interessenten gibt. Aber jetzt laden erstmal alle ihre Akkus auf, danach geht es in die Vorbereitung für die Europa League. Wir wollen alles tun, da erfolgreich zu sein“, sagte Völler dem kicker. Havertz wird auch im Falle eines Wechsels beim Heim-Finalturnier dabei sein, das unterstrich der Sportchef nochmals. Und auch seine Aussage zur Mega-Ablöse steht: „Es gibt keinen Corona-Rabatt!“

          Angeblich können sich die Londoner vorstellen, die gewaltige Summe durch einen Festbetrag (70 Millionen) und Bonuszahlungen (30) zu stückeln. Bei den Blues, die für die neue Saison schon Havertz‘ Nationalmannschafts-Kollegen Timo Werner (RB Leipzig) für 53 Millionen Euro und Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam) für 40 Millionen Euro verpflichtet haben, scheint auch in der Coronazeit genügend Geld vorhanden zu sein.

          Begehrter Profi: Leverkusens Kai Havertz

          Durch das Transferverbot für die aktuelle Saison hat der Klub des russischen Milliardärs Roman Abramovich gespart, zudem ist die Kasse dank Verkäufen wie den von Eden Hazard für 100 Millionen Euro zu Real Madrid gefüllt.

          Angesichts der Finanzkraft der Mitbewerber stieg selbst der deutsche Rekordmeister Bayern München aus dem Havertz-Poker aus. Nach dem Transfer von Leroy Sané sei es „finanziell in diesem Jahr nicht möglich“, so Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt bei Sport1, erstmals eine Ablöse im dreistelligen Millionenbereich zu stemmen.

          Bei Chelsea würde Havertz neben Werner auch auf Nationalverteidiger Antonio Rüdiger treffen. Das Team gilt als sehr talentiert und als künftiger Herausforderer der Titelfavoriten FC Liverpool und Manchester City. Sollte der aktuelle Tabellendritte aber die Champions League verpassen, dürfte sich diese Option für Havertz erledigt haben.

          Auch Real Madrid bleibt laut Sport Bild im Rennen. Die Königlichen sollen einen Transfer zwar für das kommende Jahr favorisieren, durch Chelseas Vorpreschen könnte Real nun aber nachziehen. Es gibt viel zu besprechen nach dem Urlaub, aber die Tendenz ist klar: Havertz plant den Abflug.

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