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Premier-League-Reform : Machtspiele der Big Six

  • -Aktualisiert am

Die Spitzenverdiener der Premier League: Der aktuelle Meister und ehemalige Champions-League-Gewinner FC Liverpool. Bild: Reuters

Die Klubs der Premier League haben eine radikale Ligareform abgelehnt. Die Bosse von Liverpool und Manchester United sind dennoch zufrieden. Ein Zeichen dafür, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist?

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          Obwohl im Milliardengeschäft Profifußball zuweilen alles möglich scheint, haben die Reformpläne für die Premier League, die am vergangenen Sonntag an die Presse gelangten, in England teils heftige Reaktionen ausgelöst. Der „Telegraph“, der zuerst darüber berichtete, schrieb von der größten Neustrukturierung des Fußballs seit einer Generation. Die „Times“ sprach von einem „revolutionären Plan“; es handele sich um einen „Griff nach der Macht“ seitens der sogenannten Big-Six-Klubs. Premier-League-Vertreter und Fanverbände warnten vor einer Umsetzung, der nationale Fußballverband wollte falls nötig seine „Goldene Aktie“ geltend machen, um das Schlimmste zu verhindern.

          Ein Sprecher des Ministeriums für Digitales, Kultur, Medien und Sport kritisierte, der Plan würde die „geschlossene Gesellschaft“ der Spitzenklubs zementieren, und Premierminister Boris Johnson ließ ausrichten, es seien solche „Hinterzimmerdeals“, die das Vertrauen in die Führungsstrukturen des Fußballs untergrüben.

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