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Zweiter Deutscher nach Klopp : Besondere Auszeichnung für Thomas Tuchel

  • Aktualisiert am

„Manager des Monats“: Für Thomas Tuchel läuft es in England bislang rund. Bild: AP

In der englischen Premier League wird der deutsche Fußballtrainer Thomas Tuchel geehrt. Das liegt auch einer eindrucksvollen Serie des FC Chelsea. Für Stürmer Timo Werner hat Tuchel derweil einen Rat.

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          Thomas Tuchel vom FC Chelsea hat als erst zweiter Deutscher nach Jürgen Klopp die Auszeichnung als „Manager des Monats“ in der englischen Premier League erhalten. Dies teilte die Liga an diesem Freitag mit. Tuchel hatte die Blues im Januar vom glücklosen Frank Lampard übernommen und vor allem im März eindrucksvolle Resultate erzielt.

          In der Champions League führte der 47-Jährige Chelsea ins Viertel- und im FA Cup ins Halbfinale, womit er die Chance auf Titel in der laufenden Saison sicherte. In der Liga schaffte Tuchel den Anschluss an die Qualifikationsränge zur Königsklasse, aktuell steht der Klub auf Rang vier. Wettbewerbsübergreifend ist Tuchel in bislang 14 Pflichtspielen noch ungeschlagen. „Ich bin sehr glücklich, diese Auszeichnung erhalten zu haben“, sagte Tuchel. Er war erst im Dezember bei Paris St. Germain entlassen worden.

          Werner in der Startelf

          Timo Werner hat derweil nach seinem eklatanten Fehlschuss für die deutsche Nationalmannschaft die Rückendeckung von seinem Teammanager Tuchel. Im Training habe Werner am Donnerstag zusätzlich Abschlüsse üben wollen, doch der Coach habe ihn in die Kabine geschickt.

          „Ich habe ihm gesagt: Das brauchst du nicht. Dein Körper und dein Hirn wissen, wie man Tore schießt. Du machst das, seit du sechs Jahre alt bist. Keine Sorge, das wird schon“, so Tuchel, der sich einer Analogie bediente: „Wenn eine Frau nicht mit dir essen gehen will, kannst du sie nicht zwingen“, erklärte er: „Tritt etwas zurück und vielleicht ruft sie dich dann an. Die Tore werden kommen.“

          Wie der deutsche Coach der Blues am Freitag mitteilte, werde Werner am Samstag gegen West Bromwich Albion in der Startelf stehen. Werner hatte am Mittwoch in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien in der 80. Minute einen Pass von Ilkay Gündogan frei vor dem Tor verstolpert. Danach traf der Außenseiter zum 1:2-Endstand.

          Auch bei Chelsea hat Werner Probleme, er erzielte nur ein Tor in 13 Premier-League-Spielen im Jahr 2021. Davor hatte der 25-Jährige eine 1000 Minuten lange Torflaute durchzustehen.

          41,4 Millionen Euro für Berater

          Der englische Transfer-Meister FC Chelsea gibt derweil auch das meiste Geld für Spieler-Agenten aus. Laut den vom englischen Fußball-Verband FA veröffentlichten Zahlen haben die Blues in den zwölf Monaten seit dem 1. Februar 2020 umgerechnet 41,4 Millionen Euro (35,25 Millionen Pfund) nur für Beraterhonorare ausgegeben.

          Insgesamt legten die 20 Klubs der Premier League fast 320 Millionen Euro für die Spieler-Helfer auf den Tisch – und damit mehr als vor der Pandemie. Im Jahr vor dem aktuellen Erhebungszeitraum waren es „nur“ 309 Millionen Euro.

          Auf Platz zwei der „Berater-Tabelle“ rangiert der designierte englische Meister Manchester City, der 35,5 Millionen Euro ausgab, vor dem Stadtrivalen Manchester United (35) und Titelverteidiger FC Liverpool (25,5). Drittligateam FC Gillingham gab als einziger Klub der vier Profiligen keinen einzigen Cent für Berater aus.

          Chelseas Spitzenplatz erklärt sich aus der fast 250 Millionen Euro schweren Transferoffensive im vergangenen Sommer. Damals wechselten unter anderem die Nationalspieler Kai Havertz und Timo Werner zu den Blues um ihren DFB-Kollegen Antonio Rüdiger.

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