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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Rüffel für Özil – Lob von Tuchel

Spielt Mesut Özil beim FC Arsenal bald wieder eine wichtige Rolle? Bild: EPA

Arsenals Interimstrainer schimpft. Guardiola gewinnt Topspiel. Klopp holt Titel in Qatar. Barcelona stark. Inter vor Juve. Milan blamiert sich. Paris eine Klasse für sich. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Mesut Özil reagierte flink. Als die Meldung die Runde machte, dass Mikel Arteta neuer Trainer des FC Arsenal wird, begrüßte der frühere deutsche Nationalspieler seinen einstigen Mitspieler via Twitter: „Herzlich Willkommen zurück in der Arsenal-Familie!“ Anders als bei Özils Tweet über die Verfolgung der Uiguren in China gab es diesmal keinen Widerspruch seines Vereins. Mit dem ehemaligen Kapitän Arteta auf der Trainerbank sollen beim Arsenal Football Club in London bessere Zeiten anbrechen, erst in der englischen Premier League, auf längere Sicht auch wieder in der Champions League.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Dass Özil dabei eine gewichtige Rolle spielt, durfte bis vor kurzem bezweifelt werden. Unter Artetas Vorgänger Unai Emery war der Mittelfeldspieler mal Kapitän, dann gar nicht im Kader. Warm wurde Emery nie mit dem früheren Weltmeister, dessen Vertrag bis Sommer 2021 läuft. Nun hat Arteta das Sagen und Özils Wertigkeit scheint wieder größer zu sein, wenn man dem neuen Mann so zuhört. „Er ist ein extrem wichtiger Spieler für diesen Klub“, sagte Arteta bei seiner Vorstellung. „Mesut ist ein klasse Spieler. Ich weiß ganz genau, was er dem Team geben kann, wenn er gut drauf ist.“

          Ganz anders hörte sich Arsenals Interimstrainer Freddie Ljungberg nach dem 0:0 beim FC Everton an. Özil fehlte, und das lag nur zum Teil an seiner Fußblessur. Nach dem 0:3 gegen Manchester City hatte er sich nach seiner Auswechslung danebenbenommen. „Er ist beim letzten Spiel vom Platz gegangen, hat seine Sachen genommen und sie weggetreten“, sagte Ljungberg. „Ich sagte ihm, dass wir uns bei Arsenal so nicht verhalten. Ich will Haltung bewahren. Und das ist etwas, was ich von einem Arsenal-Spieler nicht akzeptiere.“ Ein mächtiger Rüffel. Özil weiß schon, warum er Arteta freudig begrüßte.

          Guardiola und Manchester City gewannen auch ohne ihren nun ehemaligen Ko-Trainer Arteta das Topspiel. Manchester City besiegte Leicester City und ist auf einen Punkt an den Meister von 2016 herangerückt. Jamie Vardy brachte Leicester in Führung, dann drehten Riyad Mahrez, Ilkay Gündogan und Gabriel Jesus die Partie.

          Während Manchester und Leicester um Anschluss kämpften, ging es für den FC Liverpool in Qatar um einen Titel. Jürgen Klopp und Co. gewannen das Klub-WM-Finale gegen Flamengo durch ein Tor von Roberto Firmino in der Verlängerung. Das Ligaspiel gegen West Ham United wird später nachgeholt.

          Ein turbulentes Londoner Duell gab es zwischen Tottenham und Chelsea, das die „Blues“ mit 2:0 gewannen. Willian erzielte beide Tore. Heung-min Son von den Spurs flog mit einer Roten Karte nach Hilfe des Videoassistenten vom Platz, dazu gab es einen Becherwurf und rassistische Beleidigungen, auch gegen Nationalspieler Antonio Rüdiger.

          Manchester United ist von den großen Zeiten ein Stück weit entfernt. Nun verloren die „Red Devils“ auch noch beim Schlusslicht FC Watford, der bisher in dieser Saison noch kein Heimspiel gewonnen hatte. Ausgangspunkt war ein schwerer Fehler von Torwart David de Gea, der zum Rückstand führte.

          In der spanischen Primera División löste der FC Barcelona nach dem 0:0 im Clásico gegen Real Madrid unter der Woche seine Pflichtaufgabe mit einem 4:1-Sieg über Deportivo Alaves. Auf die Offensive konnten sich die Katalanen verlassen: Antoine Griezmann, Lionel Messi und Luis Suarez trafen dabei.

          Wie schon im Duell mit dem großen Rivalen aus Barcelona blieb Real beim Spiel gegen Athletic Bilbao abermals ohne eigenes Tor. Weil aber auch der Tabellensiebte aus der spanischen ersten Liga ohne Treffer blieb, reichte es immerhin für einen Punkt. Madrid fällt dadurch dennoch auf den zweiten Platz zurück, zwei Punkte hinter Tabellenführer „Barca“.

          Wegen des umstrittenen Supercups in Saudi-Arabien, den Juventus Turin 1:3 gegen Lazio Rom verlor, spielte die „Alte Dame“ in der italienischen Serie A schon unter der Woche bei Sampdoria Genua. Torwart-Oldie Gianluigi Buffon zog mit seinem 647. Einsatz mit Paolo Maldini gleich. Cristiano Ronaldo beeindruckte mit Sprungkraft beim 2:1-Siegtor.

          Tabellenführer bleibt aber mit dem besseren Torverhältnis Inter Mailand. Die Mannschaft von Coach Antonio Conte erledigte ihre Aufgabe mit Bravour. Beim 4:0-Heimsieg über CFC Genua glänzte vor allem Romelu Lukaku mit zwei Toren. Auch Roberto Gagliardini und Sebastiano Esposito trafen.

          Welch eine Demütigung! Der AC Mailand ist schon lange nicht mehr das europäische Spitzenteam vergangener Tage. Selbst in der nationalen Liga versinkt der Klub im Mittelmaß. Nun gab es bei Atalanta Bergamo, das im Achtelfinale der Champions League steht, ein blamables 0:5.

          In der französischen Ligue 1 ist Paris St. Germain wieder eine Klasse für sich. Der Meister gewann sein Heimspiel gegen SC Amiens locker mit 4:1. Dabei glänzte einmal mehr die Offensive von PSG. Kylian Mbappe mit zwei Toren sowie Neymar und Mauro Icardi mit einem Treffer sorgten für den Sieg.

          Die AS Monaco hat eine Achterbahnfahrt hinter sich. Der Meister von 2017 stürzte dann ziemlich tief ab und schwebte in akuter Abstiegsgefahr. Erst mit der Rückkehr von Erfolgstrainer Leonardo Jardim wurde es wieder besser. Nun wurde der Aufwärtstrend mit einem 5:1-Sieg über OSC Lille fortgesetzt.

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