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Pöbeleien gegen Hopp : Machtprobe im Fußball

Respekt vor dem Mäzen: Spieler beider Mannschaften, Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge zusammen mit Dietmar Hopp. Bild: AFP

Die Bundesliga schämt sich für die Schmähungen ihrer entgrenzten Fans gegen Dietmar Hopp. Den Fußball retten, indem man ihn aufgibt – bei der TSG Hoffenheim funktionierte diese Strategie. Für dieses eine Mal.

          4 Min.

          Wer glaubte, er hätte im Fußball alles gesehen, sah am Samstag in Sinsheim etwas ganz anderes. Eine knappe Viertelstunde, in der eine der besten Mannschaften der Welt kaum einen Ball zum eigenen Mann bekam, der Gegner aber auch nicht; in der die Statistik keinen Spurt, keinen Torschuss, keinen Zweikampf, nicht mal einen Einwurf oder Freistoß aufführte. Eine Viertelstunde Fußball also, in der Fußball nicht gespielt, sondern verweigert wurde, von 22 Männern im Regen, die dafür Beifall auf offener Szene erhielten.

          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Und anschließend Beifall aus ganz Deutschland, allen voran durch Fritz Keller, den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der im ZDF-„Sportstudio“ den Akteuren dieser in der Bundesligageschichte beispiellosen Nichtdarbietung gratulierte: „Durch die Solidarität der beiden Mannschaften haben sie den Chaoten nicht gelassen, was sie wollten, nämlich das Spiel zu zerstören und Macht über das Spiel zu haben.“

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