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Personalsorgen in Dortmund : Reicht dem BVB ein starker Reus?

  • Aktualisiert am

Dortmunds Marco Reus (rechts) klatscht mit Achraf Hakimi ab. Bild: EPA

Der nervenstarke Nationalspieler hat Borussia Dortmund ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Doch die Freude über den Sieg wird von Verletzungssorgen getrübt.

          Die schwarze Mütze hatte Marco Reus tief ins Gesicht gezogen. Das enorme Selbstvertrauen des Kapitäns von Borussia Dortmund konnte aber auch sie nicht verdecken. „Druck habe ich beim Elfmeter nicht verspürt. Du musst dir sicher sein, wohin du schießt. Alles andere musst du ausblenden. Ich weiß vorher, wohin ich schieße“, sagte Reus nach seinem sicher verwandelten Last-Minute-Elfmeter zum 3:2 (2:2, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung im Pokal-Krimi gegen den Zweitligaverein Union Berlin.

          Trainer Lucien Favre hatte den 29-Jährigen vor der Saison zum Spielführer bestimmt, und Reus füllt diese Rolle Woche für Woche nahezu perfekt aus. Seine Bilanz von 15 Torbeteiligungen (7 Treffer, 8 Vorlagen) in 14 Pflichtspielen ist beeindruckend. Reus ist zu einem echten Anführer geworden. Der Nationalspieler strahlt dabei viel Selbstsicherheit aus. „Wir haben schon gejubelt, als er Elfmeter gepfiffen hat“, sagte Sportdirektor Michael Zorc und betonte damit das Vertrauen gegenüber Reus.

          Eine beeindruckende Erfolgsserie

          Schon in der ersten Pokalrunde hatte der Offensivspieler mit einem Tor in letzter Minute ein peinliches Aus beim Zweitligaklub SpVgg Greuther Fürth verhindert und damit den Startschuss für eine beeindruckende Erfolgsserie gegeben. Vor dem Gastspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) ist der Bundesliga-Spitzenreiter in 14 Pflichtspielen noch unbesiegt.

          Gegen Union war auch eine Portion Glück dabei. Daher legte Reus den Finger in die Wunde. „Wir sollten es uns angewöhnen, dass wir die Ruhe bewahren, wenn wir 2:1 führen. Das ist ein Prozess“, sagte Reus angesichts des späten Ausgleichs durch Sebastian Polter in der regulären Spielzeit. Gleiches war dem BVB in der Liga am vergangenen Spieltag gegen Hertha BSC (2:2) passiert. Doch angesichts der Erfolge ist der Glaube in der Mannschaft riesig. „Es zeichnet uns im Moment aus, dass wir nicht die Nerven verlieren. Man hat das Vertrauen, dass irgendjemand noch die Hütte macht“, sagte Julian Weigl.

          Dennoch ist der viermalige Pokalsieger vor seinem Auftritt in Wolfsburg in Alarmbereitschaft. Abdou Diallo, Manuel Akanji, Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer sind verletzt oder zumindest angeschlagen. Es droht damit der Ausfall einer kompletten Viererkette. „Keine Ahnung, wer hinten noch zur Verfügung steht“, sagte Reus. Zorc stellte fest, dass sich „die Verletzungen in der Defensive ballen“. Auch Mario Götze (Bronchitis) wird gegen die Niedersachsen nicht spielen können.

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