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Transfermarkt in England : Spott von Mourinho nach Guardiolas Kaufrausch

  • Aktualisiert am

Nicht immer auf einer Wellenlänge in Manchester: United-Trainer Mourinho (links) und City-Coach Guardiola. Bild: Picture-Alliance

Die Klubs der Premier League sorgen in der Sommerpause wieder mit teuren Neuzugängen für Aufsehen. ManCity ist auf dem Transfermarkt besonders aktiv – und erntet dafür Häme vom Nachbarn.

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          An ein Ende der großen Einkaufstour denkt Pep Guardiola auch nach dem sechsten Millionentransfer in diesem Sommer noch nicht. Nach seiner ersten Saison als Trainer ohne Titel rüstet der ehemalige Bayern-Coach in seinem zweiten Jahr bei Manchester City ordentlich auf. Der französische Nationalspieler Benjamin Mendy, laut britischen Medien für 58 Millionen Euro vom AS Monaco gekommen, soll längst nicht der letzte Neue gewesen sein. Guardiolas nächste Ziele laut Medien: Die Superstars Alexis Sanchez und Kylian Mbappé.

          Der 23 Jahre alte Mendy ist der jüngste namhafte Neuzugang der Skyblues vor der neuen Premier-League-Spielzeit, die am 11. August in England beginnt. Man City hatte bereits Bernardo Silva aus Monaco geholt und Kyle Walker vom Konkurrenten Tottenham Hotspur verpflichtet. Danilo kam von Real Madrid, Torwart Ederson Moraes von Benfica Lissabon. Nach Angaben des Senders BBC stiegen die Transferausgaben von Man City in diesem Sommer damit auf mehr als 200 Millionen Britische Pfund (ca. 224 Millionen Euro). Das ist fast die Hälfte der Ausgaben der gesamten Bundesliga im vergangenen Sommer.

          Nebenan beim Lokalrivalen Manchester United konnte sich Trainer José Mourinho einen Seitenhieb nicht verkneifen. Er sei es gewohnt, dass „große Summen für große Spieler“ gezahlt werden, erklärte Mourinho, der im vergangenen Sommer den Franzosen Paul Pogba für mehr als 100 Millionen Euro zurück nach Manchester gelotst hatte. Mit Blick auf Walker fügte der Coach hinzu: „Jetzt bezahlen alle große Summen für gute Spieler.“ Auch für „durchschnittliche Spieler“ seien die Preise mittlerweile „total verrückt“. Mourinho betonte, Man United werde sich nicht erpressen lassen, überhöhte Summen zu bezahlen.

          Das hielt den englischen Fußball-Rekordmeister jedoch nicht davon ab, umgerechnet knapp 84 Millionen Euro für den auch vom FC Chelsea umworbenen belgischen Nationalspieler Romelu Lukaku zu investieren. Mit bereits 80 Premier-League-Toren, davon 25 in der vergangenen Saison für Liga-Konkurrent FC Everton, dürfte der 24 Jahre alte Stürmer aber nicht nur nach Mourinhos Definition zu den „großen Spielern“ zählen. Nach dem schwedischen Verteidiger Victor Lindelof ist Lukaku erst der zweite Neuzugang bei den Red Devils. Er muss die namhaften Abgänge Zlatan Ibrahimovic und Wayne Rooney ersetzen.

          Meister Chelsea hatte im Bieten um seinen ehemaligen Spieler Lukaku das Nachsehen. Nach der Verpflichtung des Spaniers Alvaro Morata – als Nachfolger für den zum Verkauf stehenden Topstürmer Diego Costa – dürfte sich der Ärger an der Stamford Bridge allerdings in Grenzen halten. Mit der von britischen Medien genannten Ablösesumme von 67 Millionen Euro für den Real-Stürmer brachen die Blues ihren eigenen Transferrekord. Der 24-Jährige Morata ist der vierte Sommerneuzugang. Zuvor hatte Chelsea unter anderem den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger vom AS Rom geholt. Weitere Spieler sollen folgen.

          Für Liverpool-Trainer Jürgen Klopp sind die Millionenverpflichtungen der Konkurrenz kein Maßstab. „Wir wollen das Richtige tun und nicht die Leute mit einem großen Sommertransfer beruhigen“, erklärte Klopp. „Dann glauben alle, du musst die Liga gewinnen, und plötzlich heißt es: ’Oh, das schafft ihr ja gar nicht.’“ Die Red Devils haben sich bisher mit Mohamed Salah (AS Rom) und Andrew Robertson (Hull City) verstärkt. Bei RB Leipzig ist Liverpool mit einem Angebot von angeblich 75 Millionen Euro für Naby Keita abgeblitzt.

          Die Fans des FC Arsenal erleben ein Déjà-vu. Erst einen einzigen Transfer vermeldeten die Gunners in der Sommerpause: Der Franzose Alexandre Lacazette kam für eine unbekannte Ablösesumme von Olympique Lyon. Schon vor der vergangenen Saison waren viele Fans verärgert, weil ihnen Coach Arsène Wenger bei Spielerverpflichtungen zu zögerlich agierte. Am Ende verpasste Arsenal die Champions League. Zudem droht mit Alexis Sanchez mal wieder der Abschied eines Leistungsträgers, und das womöglich zur Konkurrenz. Manchester City und Pep Guardiola sind an dem Chilenen interessiert.

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