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Paris immer noch nicht Meister : Verärgerter Tuchel attackiert eigenes Team

  • Aktualisiert am

„Wir haben sehr schlecht gespielt“: Thomas Tuchel zu Leistung von PSG in Nantes Bild: Reuters

Paris vergibt auch die dritte Chance zum vorzeitigen Gewinn des Titels in Frankreichs Fußball-Meisterschaft. Trainer Thomas Tuchel ist sauer und schimpft. Bei den Fans steht vor allem ein deutscher Spieler in der Kritik.

          Die dritte Chance auf die vorzeitige Meisterschaft vergeben, doch der insgesamt achte Titel ist für Paris Saint-Germain und seinen Trainer Thomas Tuchel weiterhin nur eine Frage der Zeit. Neun verletzte Stammspieler – darunter Neymar, Angel Di Maria und Edinson Cavani – kann aber auch der Pariser Eliteklub nicht so einfach verkraften. Beim 2:3 (1:2) im Nachholspiel beim FC Nantes blieben die Hauptstädter schon zum dritten Mal in Serie ohne Sieg.

          Doch um seinen ersten Titel in der der Ligue 1 muss der frühere Dortmunder Thomas Tuchel nicht bangen. Sauer über die Niederlage seiner mit zahlreichen Nachwuchs-Kräften auflaufenden Rumpftruppe war er dennoch. „Wir haben sehr schlecht gespielt, wir können glücklich sein, nicht 1:4 verloren zu haben. Die Niederlage war verdient“, schimpfte der verärgerte Coach.

          Am Ostersonntag kann Paris dennoch im Duell gegen den AS Monaco für die Meisterfeier rüsten. Vielleicht benötigt der Titelverteidiger dazu aber gar keine Zähler, falls das zweitplazierte Team vom OSC Lille zuvor in Toulouse Punkte lässt und PSG somit vorzeitig zum Meister machen würde. Sechs Spieltage vor dem Saisonende führt Paris weiter mit 17 Punkten Vorsprung die Tabelle an.

          Unter den PSG-Fans wurde in sozialen Netzwerken der deutsche Nationalspieler Thilo Kehrer als Verantwortlicher der Niederlage ausgemacht. Vor dem 1:2 hatte er an der Torauslinie den Ball gegen Kalifa Coulibaly vertändelt, Majeed Waris musste den Ball nur noch über die Torlinie drücken (44.).

          Doch nicht ein einzelner Spieler war Ziel der Kritik von Tuchel. „Heute gab es 90 Minuten lang keine Leistung. Wir können verlieren, wir können Fehler machen, und ich werde die Spieler immer verteidigen, wenn wir das Gefühl haben, dass sie mit einer großen Mentalität spielen. Heute ist das nicht möglich“, resümierte Tuchel und verwies auf die vielen Youngster, die er gezwungen war aufzubieten. „Ich weiß nicht, ob sie am Sonntag gegen Monaco wieder auflaufen.“

          Schon nach der 1:5-Klatsche in Lille hatte Tuchel seinem Ärger über seinen quantitativ zu dünnen Kader Luft gemacht. Dennoch mahnte der Coach angesichts der Mini-Krise seine Mannschaft zur Ruhe. „Es ist eine große Herausforderung. Wir werden ruhig bleiben. Das Team muss akzeptieren, dass es eine schlechte Leistung war“, sagte er. Zum Fehlen Stürmer Kylian Mbappé wolle Tuchel unterdessen keine Auskunft geben: „Es ist meine Entscheidung, es ist mein Management. Keine Erklärung.“

          Ein Traumtor von Dani Alves aus 28 Metern hatte PSG in Nantes in Führung gebracht, doch zwei Treffer von Diego Carlos (22./52.) und das Tor von Waris brachten Paris auf die Verliererstraße. Dem eingewechselten Metehan Guclu gelang bei seinem Debüt im PSG-Trikot in der 89. Minute nur noch der Anschlusstreffer.

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