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Paris St. Germain : Unschönes Ende und neuer Vertrag für Tuchel

  • Aktualisiert am

Thomas Tuchel und Paris verloren das letzte Saisonspiel. Bild: AFP

Die erste Saison des deutschen Trainers bei Paris St. Germain endet trotz der Meisterschaft mit einer weiteren Enttäuschung. Ob alle Stars bleiben, ist unklar. Anders sieht es bei Trainer Thomas Tuchel aus.

          Der bereits seit fünf Wochen feststehende französische Fußball-Meister Paris St. Germain hat sich mit einer weiteren Niederlage aus der Saison verabschiedet. Das Team des deutschen Trainers Thomas Tuchel verlor am letzten Spieltag der Ligue 1 nach einer schwachen Leistung mit 1:3 (0:1) bei Aufsteiger Stade Reims. Trotz nur drei Siegen aus den letzten neun Partien und einigen unansehnlichen Partien zum Ende dieser Saison, inklusive einer blamablen Niederlage im Pokalfinale gegen Stade Rennes, schließt PSG die Spielzeit aber mit einem beeindruckenden Vorsprung von 16 Punkten vor dem Zweitplazierten OSC Lille ab.

          Ohne den weiterhin gesperrten Superstar Neymar geriet Paris durch Treffer des ehemaligen Schalkers Abdul Rahman Baba (36.) und Mathieu Cafaro (56.) mit 0:2 in Rückstand. Beide Male sah der 41 Jahre alte Torwartroutinier Gianluigi Buffon nicht gut aus. Kylian Mbappe gelang der Anschlusstreffer (59.), doch Pablo Chavarria machte in der vierten Minute der Nachspielzeit die Überraschung perfekt. Die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer standen auf Seiten des französischen Meisters in der Startelf, Draxler wurde in der 66. Minute ausgewechselt.

          Trotz der Formkrise in den abschließenden Wochen und des frühen Aus im Achtelfinale der Champions League darf Tuchel in Paris bleiben. „Stand jetzt kann ich sagen, dass ich Trainer bleiben werde“, sagte er nach dem Spiel in Reims noch etwas vage. Am Tag darauf hatten alle Gewissheit. Der Klub gab bekannt, dass der Vertrag mit Tuchel vorzeitig um ein Jahr bis in den Sommer 2021 verlängert wurde. „Ich danke dem gesamten Klub für das Vertrauen in mich und mein Team“, sagte der Coach, der seit dem vergangenen Jahr beim Serienmeister unter Vertrag steht: „Dies verstärkt nur meine Ambitionen, das Team durch harte Arbeit an die Spitze zu bringen. Ich bin sicher, dass das Beste für unseren Verein noch kommen wird.“

          Ob allerdings seine Superstars Mbappe und Neymar bleiben, ist noch unklar. „Es kann noch viel passieren. Der Transfermarkt ist verrückt, und viele Klubs wollen neue Spieler holen“, sagte er auf der Pressekonferenz schon vor dem letzten Saisonspiel. Er wolle die beiden Aushängeschilder selbstredend am liebsten behalten. „Wenn Sie mich als Trainer fragen, ob ich unbedingt will, dass die beiden bleiben, dann sage ich natürlich ja. Das weiß jeder“, führte der 45-Jährige aus: „Aber wenn das nicht klappen sollte, werden wir Lösungen finden.“

          Weltmeister Mbappe hatte jüngst nach seiner Auszeichnung zum Spieler der Saison in der Ligue 1 öffentlich Spekulationen über einen Abschied aus Paris befeuert, PSG reagierte mit einer klaren Absage. Auch um Brasiliens Superstar Neymar ranken sich immer wieder Wechselgerüchte. Der Klub schob zuletzt einem möglichen Wechsel von Mbappe einen Riegel vor. „PSG und Kylian Mbappe sind seit zwei Jahren sehr eng miteinander verbunden, und diese Geschichte wird sich in der nächsten Saison fortsetzen“, schrieb PSG bei Twitter: „Wir wollen europäische Fußball-Geschichte schreiben, dazu muss jeder bedeutende Spieler seine Aufgabe erfüllen und immer für das Kollektiv arbeiten."

          Mbappe selbst hatte die Gerüchte um einen Abschied aus Paris angeheizt. Der 20 Jahre alte Weltmeister, der zum Spieler der Saison in der
          französischen Ligue 1 gewählt worden war, sagte zuletzt bei beIN Sports: „Es ist ein wichtiger Moment für mich, ein Wendepunkt in meiner Karriere, ein Moment, in dem ich mehr Verantwortung übernehme, vielleicht bei PSG, vielleicht woanders.“ Unter anderem der spanische Rekordmeister Real Madrid soll Interesse an Mbappe haben. Mbappe, der 2017 für 180 Millionen Euro vom AS Monaco nach Paris gewechselt war, hat in 29 Ligaspielen unter Tuchel 33 Tore geschossen.

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