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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Doppelter Ärger bei Barça – Rekord für Tuchel

Siege, Siege, Siege: Trainer Thomas Tuchel und Paris St. Germain sind in Frankreich eine Klasse für sich. Bild: Reuters

Katalanen verlieren ein torreiches Spiel. Real siegt. Gündogan trifft im Stadtderby. Klopp gewinnt nach Blitzangriff. Kein Sieger beim turbulenten „Superclasico“. Sehen Sie das Fußball-Wochenende im Video.

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          Ousmane Dembélé ist Weltmeister und steht beim FC Barcelona unter Vertrag. Das Fußballerleben des Franzosen könnte also bestens sein. Doch so einfach ist das alles nicht. Das weiß auch Borussia Dortmund. Dort erinnert man sich nicht nur an die enorme Schnelligkeit und die atemraubenden Tricks des Offensivspielers. Für den Wechsel nach Spanien schwänzte Dembélé einfach das Training und erpresste so den Transfer. Immerhin entschädigten 105 Millionen Euro Ablöse den BVB für das Theater. Doch auch bei Barça, seinem erklärten Wunschverein, sorgt der flinke Franzose für Ärger.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Am vergangenen Donnerstag fehlte er unentschuldigt beim Training. Rund eineinhalb Stunden war Dembélé nicht erreichbar. Der Klub machte sich Sorgen und ließ nach ihm suchen. Ein Klubarzt traf den Spieler schließlich in seiner Wohnung an. Dembélé klagte über Magen-Darm-Probleme. Trainer Ernesto Valverde war vom Verhalten dennoch alles andere als angetan und strich ihn aus dem Kader für das Spiel der spanischen Primera División gegen Betis Sevilla. „Es stimmt nicht, dass ich die Geduld mit ihm verloren habe. Wir brauchen ihn. Deshalb müssen wir ihm helfen“, sagte Valverde.

          Doch offenbar ist Dembélé ein ganz schwieriger Fall. Erst zwei Minuten vor dem Anpfiff parkte er im Stadion und verpasste den Beginn der Partie, wie der Journalist Ignacio Miguélez berichtet. Der Klub schreibt vor, mindestens 15 Minuten vorher dort zu sein. Ob der Franzose seine disziplinarischen Probleme in den Griff bekommt, scheint ungewiss. „Dembélé ist 19 Jahre alt“, sagte Kapitän Gerard Pique. In Wahrheit aber ist er schon 21. So oder so: „Er muss noch viel lernen. Man muss 24 Stunden für den Fußball leben, nicht nur die zwei Stunden des Spiels.“ Ob Dembélé das verstehen wird?

          Zum Ärger um den undisziplinierten Jungstar kam auch noch sportlicher Frust. Das Heimspiel gegen Betis ging mit 3:4 verloren. Zwar war Lionel Messi nach seinem Unterarmbruch wieder dabei und erzielte auch zwei Tore. Gegen den Klub aus dem Mittelfeld patzte auch Torwart Marc-André ter Stegen bei einem Gegentreffer. Der Nationalspieler wurde nicht für das DFB-Team nominiert, um seine Schulterprobleme auszukurieren, für Barcelona aber spielte er. Die Katalanen sind zwar weiter Erster, doch mit je nur einem Punkt Rückstand lauern gleich drei Mannschaften dahinter.


          Besser machte es Real Madrid. Unter Interimstrainer Santiago Solari gelang der vierte Sieg im vierten Spiel in allen Wettbewerben bei elf zu null Toren. Bei Celta Vigo profitierten die „Königlichen“ beim 4:2 von einem Eigentor und einem Elfmeter. Vor allem in der Schlussphase ging es turbulent zu.




          Der Spitzenreiter der englischen Premier League gab sich im Topspiel gegen den Stadtrivalen keine Blöße. Manchester City verteidigte die Tabellenführung erfolgreich durch ein 3:1. Dabei war auch der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan erfolgreich. Bei United fehlte Paul Pogba überraschend.


          Zwei Punkte hinter Manchester City steht der FC Liverpool. Ein Feuerwerk, wie sonst schon einmal im eigenen Stadion an der Anfield Road, zeigte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp diesmal aber nicht. Mohamed Salah legte nach einem Blitzangriff vor, Xherdan Shaqiri erhöhte nach der Pause auf 2:0.





          Die „Alte Dame” bleibt in der italienischen Serie A rüstig. Auch das schwere Auswärtsspiel beim AC Mailand war keine zu hohe Hürde für den Tabellenführer. Mario Madzukic und Cristiano Ronaldo trafen. Milans Gonzalo Higuain, im Sommer von Juve gekommen, verschoss einen Elfmeter und flog vom Platz.






          Vor knapp eineinhalb Jahren schnappte die AS Monaco in der französischen Ligue 1 Paris St. Germain noch den Meistertitel weg. Nun unterlagen die Monegassen von Trainer Thierry Henry kläglich mit 0:4. Thomas Tuchel indes baute seinen beeindruckenden Rekord mit dem 13. Sieg im 13. Spiel aus.




          Die Copa Libertadores ist die Champions League Südamerikas. Und in diesem Jahr stehen sich die argentinischen Erzrivalen Boca Juniors und River Plate aus Buenos Aires im Finale gegenüber. Das ist wie Real Madrid gegen den FC Barcelona. Entsprechend hitzig ging es beim 2:2 im Hinspiel beim „Superclasico“ zu.






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