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Abschied von FC Barcelona : Das sind die Optionen für Lionel Messi

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Ende einer Ära: Lionel Messi wird den FC Barcelona nach mehr als 20 Jahren verlassen. (Archivfoto) Bild: AP

Lionel Messi verlässt den FC Barcelona. Nun ist der Argentinier ablösefrei zu haben – günstig wird es für den künftigen Arbeitgeber aber mitnichten. Barça-Präsident Laporta macht derweil die frühere Klubführung verantwortlich.

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          Nach über 20 Jahren verlässt Lionel Messi den FC Barcelona. Am Donnerstagabend teilte der Klub mit, „wirtschaftliche und strukturelle Hürden“ hätten eine Weiterbeschäftigung des prägendsten Spielers der jüngeren Vereinsgeschichte verhindert. Und das, obwohl man mit Messi selbst bereits eine Einigung über einen neuen Vertrag erzielt habe.

          Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, macht die frühere Klubführung des FC Barcelona für die Trennung verantwortlich. Journalisten sagte Laporta: „Wir haben ein furchtbares Erbe angetreten“. Die finanzielle Lage des Klubs sei aufgrund des „katastrophalen Managements“ der vergangenen Jahre so schlecht, dass man bei einer Weiterverpflichtung von Messi nicht die Vorgaben der spanischen Profiliga hätte erfüllen können. Man habe mit Messi und dessen Vertreter zwar eine Einigung erzielt, diese aber aufgrund der Auflagen des finanziellen Fairplays in Spanien nicht verwirklichen können, versicherte er. „Ich bin traurig, aber gleichzeitig bin ich auch davon überzeugt, dass wir das getan haben, was im besten Interesse des Vereins ist.“

          Auf die Frage eines Journalisten, ob bereits das letzte Wort gesprochen worden sei, sagte der Präsident vieldeutig: „Ich will keine falschen Hoffnungen wecken.“ Er betonte aber, die Verhandlungen seien zu Ende. Man hätte sie nicht in die Länge ziehen können, weil der Profi so kurz vor Beginn der neuen Saison auch Zeit haben müsse, sich einen neuen Verein zu suchen. Laporta sagte, die Trennung sei freundlich gewesen. „Leo ist der beste Spieler der Welt, er hat alles verdient, wir wünschen ihm für die Zukunft das Beste.“

          Manchester, Paris oder USA?

          Nun ist Messi ablösefrei und somit eigentlich das begehrteste Schnäppchen auf dem Fußball-Transfermarkt. Leisten aber können sich den sechsmaligen Weltfußballer, der beim FC Barcelona ein horrendes Gehalt kassierte, aber nur wenige. Zwei Klubs werden vor allem genannt. Welche Optionen hat Lionel Messi?

          MANCHESTER CITY: Das Geld ist da. Selbst wenn der Klub, der mehrheitlich der Herrscherfamilie des Emirats Abu Dhabi gehört, erst jüngst angeblich fast 120 Millionen Euro für den englischen Nationalspieler Jack Grealish von Aston Villa ausgegeben hat. Da ist auch einer, der Messi bestens kennt und umgekehrt. Pep Guardiola, einst Erfolgscoach beim FC Barcelona, ist Trainer des englischen Meisters. Schon als sich im letzten Jahr ein möglicher Abschied Messis von Barcelona andeutete, galt City als Favorit auf eine Verpflichtung des Argentiniers.

          PARIS SAINT-GERMAIN: Auch hier gilt vor allem eines: Geld ist da. Der Klub gehört ebenfalls schwerreichen Scheichs, die vor allem eines wollen: Erfolg für ihre Investitionen. Angeblich – so wird aus Frankreich kolportiert – soll es bereits Gespräche geben. Andererseits, so wird auch in Frankreich geschrieben, soll der neue Vertrag mit Weltmeister Kylian Mbappé Priorität haben. 22 Jahre ist er gerade mal, Messi 34. An Mbappé ist wiederum Real Madrid dran.

          Was für PSG bei Messi sprechen würde: Messis Wiedervereinigung mit seinem ehemaligen kongenialen Barcelona-Sturmpartner Neymar. Zudem spielt Landsmann Angel di Maria in Paris, trainiert wird das Team in Mauricio Pochettino auch von einem Argentinier. Einem Bericht des britischen Magazins The Athletic zufolge soll Messi noch am Donnerstagabend Pochettino selbst kontaktiert haben.

          DIE USA: Jüngst weilte Messi mit seiner Ehefrau und den drei Söhnen in Miami. Urlaub. Der dortige Klub namens Inter gilt aber auch als mögliche Anlaufstelle. Zumindest wurde darüber spekuliert, ehe die Verhandlungen mit dem FC Barcelona scheiterten. So als Übergang nach einer weiteren Spielzeit bei den Katalanen in den Fußball-Ruhestand. Ob der Klub von David Beckham nun schon eine Option sein könnte, ist fraglich. Fakt ist, dass Messi nach dem Gewinn der Copa America und dem ersten großen Titel mit Argentinien die WM Ende 2022 in Katar im Auge hat. Ob die Major League Soccer in der Zeit bis dahin seinen Ansprüchen genügen würde - offen. Eine weitere Variante wäre über Manchester City irgendwann in den USA zu spielen. Laut ESPN könnte er via City direkt zum FC New York City wechseln, wann immer er wolle.

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