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Oliver Kahn im Interview : „Es ging nicht um diese Torwart-Geschichte“

  • Aktualisiert am

„Mit unserer Truppe und unserem Teamgeist ist sehr viel möglich” Bild: dpa/dpaweb

Nach drei Jahren hat der FC Bayern wieder das Viertelfinale der Champions League erreicht. Torwart Oliver Kahn im Interview über das Duell mit Jens Lehmann und die Chancen der Münchener in Meisterschaft und Champions League.

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          Nach drei Jahren hat der FC Bayern wieder das Viertelfinale der Champions League erreicht. Torwart Oliver Kahn im Interview über das Duell mit Jens Lehmann und die Chancen der Münchener in Meisterschaft und Champions League.

          War das eine der schönsten Niederlagen in Ihrer Karriere?

          Ich muß lange überlegen, wann ich mich über ein 0:1 so gefreut habe. Aber es war ganz wichtig für uns, daß wir nach drei Jahren wieder im Viertelfinale stehen.

          Uli Hoeneß hat zugegeben, daß er gegen Ende des Spiels sogar an die Final-Niederlage 1999 in Barcelona dachte. Sie auch?

          Ich beschäftige mich mental nicht mit negativen Dingen. Ich war die ganze Zeit voll davon überzeugt, daß sie mich nach dem 0:1 nicht noch einmal bezwingen können.

          Was ist jetzt möglich für Bayern München?

          Ich muß ganz, ganz weit zurückdenken, wann ich eine bessere Bayern-Mannschaft gesehen habe als in der ersten Halbzeit, vom Tempo her, von der Kompaktheit. Zweite Halbzeit konnten wir das nicht mehr ganz aufrechterhalten. Aber mit unserer Truppe und unserem Teamgeist ist sehr viel möglich. Es hängt ein bißchen vom Losglück ab und vielen kleinen Glücksmomenten, die man in der Champions League braucht.

          Was bedeutet das Weiterkommen für das Bundesliga-Topspiel am kommenden Sonntag gegen Schalke?

          Für die Moral ist es natürlich besser. Denn wenn du nach Schalke fährst und bist vorher hier in der 93. Minute ausgeschieden, ist das ein Schlag ins Gesicht. Aber wir können jetzt nicht lange feiern, sondern müssen uns auf den nächsten Hammer konzentrieren.

          Ist es im Torhüter-Duell mit Jens Lehmann ein kleiner Vorteil, daß Sie sich weiterhin in Europa präsentieren und beweisen können?

          Das Thema spielt für mich keine Rolle. Das hat es auch nie getan. Wir wollten als Mannschaft gegen Arsenal weiterkommen. Es ging nicht um diese Torwart-Geschichte, die ist eine Randgeschichte. Es ging darum, daß wir endlich mal wieder ins Viertelfinale kommen. Das hat mich gefreut und sonst gar nichts.

          Aber ist es nicht doch ein Vorteil für Sie?

          Sicherlich hat man da mehr Möglichkeiten, das ist schon richtig.

          Uli Hoeneß sagte auch, daß die Titelkonkurrenten in der Bundesliga einen Vorteil hätten, weil sie Kräfte sammeln können, während der FC Bayern Champions League spielt. Sehen Sie das auch so?

          Nein. Natürlich hat Schalke heute den gemütlicheren Platz gehabt als wir. Aber ich freue mich einfach, daß wir weiter sind. Ich freue mich auf jeden Europacup-Abend. Das ist das Salz in der Suppe. Viel schlimmer wäre gewesen - ist der Trainer noch da? - wenn wir nur noch trainieren müßten.

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