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Genugtuung für Bayern-Trainer : Kovac und sein persönliches Double

Am Ende grinsend auf dem Rasen: Niko Kovac gewinnt mit dem FC Bayern München den DFB-Pokal. Bild: Reuters

Nach der hässlichen Hängepartie um seine Zukunft sieht nun auch der Bayern-Trainer Grund zum Jubeln. Denn: Beim Sieg des FC Bayern München im DFB-Pokal ging es nicht nur um taktische Raffinessen.

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          Einem Vorwurf hat sich Niko Kovac, nach allem, was beim FC Bayern in dieser Saison nach außen drang und dringen sollte, immer wieder ausgesetzt gesehen: Dass er taktisch nicht so viele Lösungen zur Hand habe, wie man sich das beim deutschen Rekordmeister erwartet. Das Pokalfinale gegen das Team von Ralf Rangnick, einen der besten Analytiker und Taktiker, war da zum Saisonschluss auch ein echter Fußballlehrer-Leistungstest. Das Ergebnis konnte sich für Kovac in seinem dritten DFB-Pokalfinale nacheinander sehen lassen. Nach dem Pokalsieg im Vorjahr mit Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern holte er den Pokal nun auch mit den Münchnern durch einen am Ende eindrucksvollen 3:0-Sieg gegen RB Leipzig. Damit machte er das Double für die Bayern und sein ganz persönliches Pokal-Double perfekt.

          DFB-Pokal
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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Das Spiel gewann der FC Bayern aber nicht wegen überlegener taktischer Klasse. Die Münchner brachten vor allem starke Einzelleistungen und eine gemeinsame Willensleistung zum Erfolg: Ein großartiger Kopfball von Lewandowski (29. Minute) zum 1:0, ein erstklassige Treffer zum 2:0 von Coman (78.), ein starkes Solo von Lewandowski zum 3:0 sowie zwei spektakuläre Rettungstaten von Neuer (11. und 48.) als Grundlage. Vielleicht hat der Nationaltorwart damit auch seinem Trainer den Job gerettet. Münchens Vorstandsvorsitzender Rummenigge bestätigte jedenfalls nach dem Spiel, das Kovac weiterhin beim FC Bayern bleiben werde.

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