Wechsel nach Saudi-Arabien :
Gott und Neymar

Thomas Klemm
Ein Kommentar von Thomas Klemm
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„Ich bin hier in Saudi-Arabien – ich bin ein Hilali!“, sagt Neymar.
Neymar hätte zu einer Legende werden können, wurde aber ein Legionär. Nun sucht er das Fußballglück in Saudi-Arabien. Ob sein Gott das wirklich so gewollt hat?

Gott sei Dank: Neymar ist da! Sein neuer Arbeitgeber hat eine aberwitzig hohe Ablösesumme für ihn bezahlt, die Fans geraten aus dem Häuschen. Nach seiner Ankunft erklärt der brasilianische Ausnahmekicker, wie unglaublich viel ihm der Wechsel zum neuen Fußballverein bedeutet.

Erste Szene: „Das war sehr emotional, als ich ins Stadion kam und alle applaudiert haben. Es war schwer, die Tränen zurückzuhalten. Das ist für mich und meine Familie ein toller Tag, ein Traum wird wahr. Das verdanke ich Gott.“

Zweite Szene: „Ich habe einen gewagten Karriereplan, aber ich sehe mich für die Herausforderung gewappnet. Ich werde mein ganzes Herzblut in den Verein stecken. Niemand hat mich beeinflusst, es war meine eigene Entscheidung. Als Fußballer habe ich eine neue Herausforderung in meinem Leben gesucht. Ich will hier Geschichte schreiben und alle möglichen Titel gewinnen. Es ging niemals ums Geld, ich bin meinem Herzen gefolgt. Ich danke Gott, dass er mir den Weg gewiesen hat, hierher zu kommen.“

Dritte Szene: „Ich bin hier in Saudi-Arabien – ich bin ein Hilali!“

Das also waren Neymars erste Worte nach seiner Ankunft – zu verschiedenen Zeiten bei verschiedenen Klubs: 2013 beim FC Barcelona, 2017 bei Paris Saint-Germain, 2023 bei Al-Hilal. Neymar hätte zu einer Legende werden können, wurde aber ein Legionär. Ob sein Gott das wirklich so gewollt hat?