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PSG-Sportdirektor bestätigt : Neymar darf Paris bei entsprechendem Angebot verlassen

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Erschien nicht zum Trainingsauftakt bei PSG: Fußball-Profi Neymar, hier im Januar 2019 Bild: AP

Der brasilianische Fußball-Star fehlt unentschuldigt beim offiziellen Saisonauftakt von Paris Saint-Germain. Anschließend kündigt der Klub eine Strafe an – und erteilt Neymar offenbar die Wechselfreigabe.

          Fußball-Superstar Neymar darf den französischen Meister Paris Saint-Germain bei einer entsprechenden Offerte verlassen. Das hat der zu PSG zurückgekehrte Sportdirektor Leonardo in einem Interview der Zeitung „Le Parisien“ (Dienstag-Ausgabe) klargestellt. Sein derzeit noch verletzter brasilianischer Landsmann hatte am Montag unentschuldigt beim Trainingsauftakt des französischen Meisters gefehlt.

          Neymar sei nicht zum vereinbarten Zeitpunkt und Ort anwesend gewesen. „Dies erfolgte ohne vorherige Genehmigung des Klubs. Der Verein bedauert diese Situation und wird daher geeignete Maßnahmen ergreifen“, hieß es am Montagabend in einer offiziellen Mitteilung des Klubs des deutschen Trainers Thomas Tuchel. Weitere Details gab der Verein nicht bekannt. Laut Neymars Vater seien die Verantwortlichen jedoch darüber informiert gewesen, dass der Stürmer erst am  15. Juli erscheinen werde.

          „Neymar kann PSG verlassen, wenn es ein für alle Welt überzeugendes Angebot gibt. Aber bis zum heutigen Tag wissen wir weder, wer ihn kaufen möchte noch zu welchem Preis“, sagte Leonardo nun. Ein Angebot für den 27-Jährigen habe man noch nicht erhalten, meinte Leonardo, bestätigte aber „sehr oberflächliche Kontakte“ zu Neymars früherem Klub FC Barcelona. Von dort war der Angreifer vor zwei Jahren für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro zu PSG gewechselt.

          Sein Vertrag beim Tuchel-Verein läuft noch bis einschließlich 30. Juni 2022. Neymar, der im Juni von einer Frau der Vergewaltigung bezichtigt wurde, will aber zurück nach Spanien. „Wir wissen, dass er PSG verlassen möchte. Aber wir wissen auch, dass PSG ihn nicht gehen lassen will“, hatte Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu vor kurzem noch gesagt.

          Neymar saß am Sonntag in Rio de Janeiro beim Copa-América-Triumph der brasilianischen Nationalmannschaft im Maracanã-Stadion auf der Tribüne. Weil Neymar anschließend nicht zum Trainingsauftakt seines Klubs erschien, könnte er nun bestraft werden. „Wir werden die zu treffenden Maßnahmen prüfen, wie wir das für alle Angestellten machen würden“, sagte Leonardo.

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