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Alternde Stars ohne Titel : Götterdämmerung in Südamerikas Fußball

  • -Aktualisiert am

Spricht offen über sein Karriereende: Neymar Bild: Reuters

Lionel Messi ist in die Jahre gekommen, Neymar gibt sich wenig professionell, James Rodriguez kickt in Qatar: Lateinamerikas Fußballstars bereiten ihre Abdankung vor.

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          Einmal noch wollen sie all ihre Kräfte bündeln. Das große Ziel ist zwölf Monate entfernt. In einem Fußballerleben ist das eine kleine Ewigkeit, in der noch viel passieren kann. Die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Qatar wird zur letzten großen Bühne der lateinameri­kanischen Superstars des vergangenen Jahrzehnts. Schon jetzt ist absehbar, dass dort die letzten großen WM-Träume platzen werden, Karrieren ungekrönt zu En­de gehen. Dass keiner aus dem Reigen der Latino-Superstars endgültig in die Fußstapfen eines Pelé oder Diego Maradona treten wird, die mit ihren WM-Titeln zu nationalen Legenden wurden.

          Wenn sie es bis dahin noch schaffen, denn an Lionel Messi, Sergio Agüero, Neymar, Luis Suarez oder James Rodriguez nagt der Zahn der Zeit. Sie, die einer ganzen Dekade Glanz, Glamour, Hype und bisweilen auch ein wenig Hysterie verliehen haben, sind in die Jahre gekommen. Ihre Nachfolger kommen aus Europa, sind deutlich jünger und inzwischen wohl auch schneller: Kylian Mbappé, Erling Haaland oder Alphonso Davies gehört die Zukunft. Auffallend ist, dass es nach Messi, Neymar und James in Südamerika an ähnlich charismatischen Nachfolgern fehlt, die in diese großen Fußstapfen treten könnten.

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