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Wüste Szenen bei Paris-Spiel : Neymar schlägt zu

  • Aktualisiert am

Gefecht mit Worten und Taten: Neymar (links) legt sich mit Alvaro Gonzalez an. Bild: Reuters

Beim Spiel von Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel in der französischen Liga geraten die Spieler in der Nachspielzeit aneinander. Neymar sieht Rot. Anschließend aber erhebt der Brasilianer schwere Vorwürfe.

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          Turbulente Rückkehr von Neymar ins Team von Champions-League-Finalist Paris Saint-Germain: Der brasilianische Star ist nach seiner Pause wegen einer Corona-Infektion mit einer Roten Karte wegen einer Tätlichkeit gegen seinen Gegenspieler Alvaro Gonzalez vom Platz geflogen. Anschließend erhob er Rassismus-Vorwürfe gegen den Spanier.

          Schon während des Spiels der Elf von Trainer Thomas Tuchel gegen Olympique Marseille hatte er sich laut Nachrichtenagentur AFP beim Schiedsrichter über Gonzalez beklagt. Mehrfach habe er „Rassismus, nein“ gesagt und auf Gonzalez gezeigt.

          „Deshalb habe ich ihn geschlagen“

          Am Ende der Partie zählte Neymar zu einem von insgesamt fünf Spielern, die das Feld wegen einer handfesten Auseinandersetzung vorzeitig verlassen mussten. Neymar schlug dem Spanier auf den Hinterkopf. Als er das Spielfeld verließ, sagte er: „Sehen Sie sich den Rassismus an. Deshalb habe ich ihn geschlagen.“

          Nach dem Spiel twitterte er dann, er bedauere, dass er dem „Idioten“ nicht ins Gesicht geschlagen habe. Für die Kameras sei es einfach, „meine Aggressionen zu zeigen. Aber jetzt möchte ich das Bild dieses Rassisten zeigen, der mich als „Affensohn einer Hure“ („monkey son of a bitch“) bezeichnet hat“, schrieb ein aufgebrachter Neymar.

          „Es gib keinen Platz für Rassismus“, schrieb seinerseits Gonzalez in den Sozialen Medien zu einem Foto, das ihn im Kreise seiner Teamkollegen zeigt – und stichelte gegen Neymar: „Manchmal muss man lernen zu verlieren.“ Der Brasilianer kommentierte: „Ich respektiere dich nicht! Du hast keinen Charakter! Sei ein Mann! Rassist!“ Seinen wütenden Beitrag versah er mit einer erhobenen Faust.

          Paris verlor auch das zweite Spiel der französischen Meisterschaft – mit 0:1. Zuletzt war der Hauptstadtklub 1984/1985 so schlecht in die Ligue 1 gestartet. Neymar (28) war erst am Freitag ins Training von PSG zurückgekehrt. Er hatte sich wie andere Mannschaftskollegen mit dem Coronavirus infiziert. Verzichten musste Tuchel weiter auf Kylian Mbappé, Marquinhos und Mauro Icardi, die ebenfalls nach positiven Tests unter Quarantäne gestellt worden waren.

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