https://www.faz.net/-gtl-a3dvt

Neymar übt Selbstkritik : „Habe mich wie ein Dummkopf verhalten“

  • Aktualisiert am

Neymar: „Hätte ich es ignorieren sollen? Ich weiß es noch nicht. Heute, mit kühlem Kopf, würde ich Ja sagen.“ Bild: Reuters

Nach seinem Ausraster samt Platzverweis gibt sich Neymar reumütig, aber auch kämpferisch gegen Rassismus. Er werde die Strafe akzeptieren, fordert aber, dass auch Gonzalez büßen müsse.

          1 Min.

          Der brasilianische Superstar Neymar von Frankreichs Fußballmeister Paris St. Germain hat sich nach seinem Ausraster samt Platzverweis selbstkritisch geäußert. „Der Typ war ein Dummkopf. Aber ich habe mich auch wie ein Dummkopf verhalten, weil ich mich darauf eingelassen habe“, schrieb Neymar bei Instagram zu seiner Auseinandersetzung mit Alvaro Gonzalez von Olympique Marseille.

          Neymar hatte Gonzalez am Sonntag in der Nachspielzeit der Partie gegen OM (0:1) gegen den Hinterkopf geschlagen und dafür Rot gesehen. Später schrieb der Südamerikaner bei Twitter, dass ihn der Gegenspieler rassistisch beleidigt habe. Insgesamt gab es fünf Platzverweise.

          „Ich dachte, ich könne nicht gehen, ohne etwas zu tun, weil mir klar wurde, dass die Verantwortlichen nichts tun, die Tatsache nicht bemerken oder ignorieren würden“, so Neymar: „In unserem Sport sind Aggressionen, Beleidigungen und Flüche Teil des Spiels, des Streits. Ich verstehe diesen Kerl teilweise, alles ist Teil des Spiels, aber Rassismus und Intoleranz sind inakzeptabel.“

          Weiter schrieb Neymar: „Hätte ich es ignorieren sollen? Ich weiß es noch nicht. Heute, mit kühlem Kopf, würde ich Ja sagen. Aber in dem Moment haben meine Teamkollegen und ich die Schiedsrichter um Hilfe gebeten und wurden ignoriert.“

          Er werde die fällige Strafe akzeptieren, schrieb Neymar, er hoffe aber gleichzeitig, dass auch Gonzalez büßen müsse. „Rassismus existiert. Er existiert. Aber wir müssen ihn stoppen. Nie mehr. Genug!“, stellte Neymar klar.

          „Alvaro Gonzalez ist kein Rassist“, teilte Marseille in einem Statement mit. „Das wissen wir durch sein tägliches Verhalten seit er zum Klub gekommen ist.“

          Weitere Themen

          WTA setzt Turniere in China aus Video-Seite öffnen

          Peng Shuai : WTA setzt Turniere in China aus

          Die ehemalige Doppel-Weltranglistenerste hatte einem führenden chinesischen Funktionär sexuelle Nötigung vorgeworfen. Nachdem sie drei Wochen als verschwunden galt, taucht sie latu Videos staatlicher Medien wieder auf Veranstaltungen auf.

          Topmeldungen

          Im Namen Taiwans: Das Repräsentationsbüro in Vilnius

          Ärger wegen Taiwan-Büro : Wenn China Fliegen fängt

          Peking straft das kleine Litauen für die Eröffnung eines Taiwan-Büros ab. Den chinesischen Zorn haben auch schon Kanada und Australien in anderen Fällen zu spüren bekommen. Welche Erfahrung hat man dort gemacht?