https://www.faz.net/-gtl-94p8h

1. FC Köln : Veh will mit Anstand absteigen

  • Aktualisiert am

Der neue Mann in Köln: „Ich bin nicht blauäugig“ Bild: AFP

Der neue Sportchef tritt ehrgeizig und motiviert seinen Job in Köln an. Doch an den Klassenverbleib des Tabellenletzten glaubt nicht einmal er. Veh hegt andere Ziele.

          1 Min.

          Die erste Mission für Armin Veh lautet: mit Anstand absteigen. Seinen Dienst beim Fußball-Bundesligaverein 1. FC Köln trat der neue Sportchef am Montag gut gelaunt, ehrgeizig und motiviert an. Doch an den Klassenverbleib des abgeschlagenen Tabellenletzten glaubt nicht einmal der Daueroptimist. „Ich bin nicht blauäugig“, sagte der 56-Jährige. Er ist sich sicher, dass sein neuer Arbeitgeber vom kommenden Sommer an in der zweiten Liga spielt: „Wenn es nicht so wäre, wäre das ein Superwunder.“

          Der letzte Funken Hoffnung erstarb ausgerechnet am Tag vor Vehs Vorstellung. Das 3:4 nach 3:0-Führung gegen den Vorletzten SC Freiburg bezeichnete Präsident Werner Spinner als „Schlag in die Magengrube“. Vehs Job hatte sich schon vor dem Bezug seines Büros im Geißbockheim grundlegend geändert.

          „Wenn wir gestern gewonnen hätten, hätten wir noch eine kleine Chance gehabt“, sagte der frühere Stuttgarter Meistertrainer. Diese Einschätzung lässt deutliche Schlüsse für Vehs erste Amtshandlungen zu. Teure Neuzugänge wird sich Köln im Winter kaum leisten. Verkäufen von wichtigen Spielern wie Torhüter Timo Horn oder Nationalspieler Jonas Hector im Winter erteilte Veh aber eine Absage: „Das ist ja kein Wunschkonzert.“

          Als Trainer wird er wohl keinen Feuerwehrmann und vermeintlichen Retter verpflichten, sondern einen Coach, dem er einen Aufbau zutraut. Einen sportlichen Zuarbeiter wird Veh sich dazuholen. Ob dies Frank Aehlig sein wird, mit dem er schon in Wolfsburg arbeitete, ließ er offen. Fest steht allerdings, dass der Vertrag von Sportdirektor Jörg Jakobs nicht verlängert wird.

          Weitere Themen

          WTA setzt Turniere in China aus Video-Seite öffnen

          Peng Shuai : WTA setzt Turniere in China aus

          Die ehemalige Doppel-Weltranglistenerste hatte einem führenden chinesischen Funktionär sexuelle Nötigung vorgeworfen. Nachdem sie drei Wochen als verschwunden galt, taucht sie latu Videos staatlicher Medien wieder auf Veranstaltungen auf.

          Topmeldungen

          In historischer Umgebung: Olaf Scholz an seiner einstigen Wirkungsstätte in Hamburg.

          Olaf Scholz und Cum-ex : Geben, nehmen, vergessen

          Kommende Woche soll Scholz zum Bundeskanzler gewählt werden. Doch aus seiner Zeit als Erster Bürgermeister in Hamburg verfolgen ihn noch immer Fragen und Vorwürfe. Es geht um unsaubere Geschäfte der Warburg-Bank.

          Zapfenstreich für Merkel : Abschied mit Fackeln und Schlagern

          Mit dem Großen Zapfenstreich verabschiedete sich die Bundeswehr von Angela Merkel nach 16 Jahren im Amt. Die Kanzlerin hält zwei Ratschläge bereit – und freut sich über Schlager aus Ost und West.