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Frauenfußball : Neid vertraut ihren Europameisterinnen

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Blick voraus: Bundestrainerin Silvia Neid hat ihren endgültigen Kader für die Frauenfußball-WM benannt Bild: dpa

Das deutsche Frauenfußball-Nationalteam nimmt die WM-Titelmission mit einem Mix aus erfahrenen Spielerinnen und hungrigen Talenten in Angriff: 18 Europameisterinnen von 2013 und drei U20-Weltmeisterinnen stehen im endgültigen Kader für Kanada. Beim letzten Schnitt gab es keine große Überraschung.

          Silvia Neid baut bei der WM-Titelmission der DFB-Elf auf eine Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und vielversprechenden Talenten. Am Pfingstsonntag gab die Fußball-Bundestrainerin ihr 23 Spielerinnen umfassendes endgültiges Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Kanada vom 6. Juni bis 5. Juli bekannt. Große Überraschungen blieben aus. Aus dem vorläufigen WM-Kader wurden Torhüterin Lisa Weiß (SGS Essen), Kathrin Hendrich (1. FFC Frankfurt) und Anna Blässe (VfL Wolfsburg) gestrichen. Das Trio trat am Sonntag die Heimreise aus dem Trainingslager der DFB-Auswahl in Feusisberg/Schweiz an.

          Angeführt wird das deutsche Aufgebot von Torjägerin Celia Sasic sowie Torhüterin und Spielführerin Nadine Angerer. Neben der 36 Jahre alten Weltfußballerin von 2013 und Sasic waren weitere 16 Akteurinnen am Gewinn des EM-Titels in Schweden vor zwei Jahren beteiligt. Von den Leistungsträgerinnen der vergangenen Jahre fehlen nur die aktuelle Weltfußballerin Nadine Keßler (Knieprobleme) und Lira Alushi, die ihr erstes Kind erwartet.

          Drei Spielerinnen haben in Kanada schon eine WM gewonnen

          Dafür vertraut die 51-jährige Cheftrainerin drei Talenten, die 2014 mit der deutschen U20 den WM-Titel in Kanada holten. „Wir haben in den vergangenen Wochen viele Eindrücke gesammelt und uns im Trainerteam intensiv ausgetauscht. Am Ende haben Nuancen den Ausschlag gegeben. Es war eine knappe Entscheidung“, kommentierte Neid ihre Auswahl.

          Nur die beiden U20-Weltmeisterinnen Lena Petermann (SC Freiburg) und Pauline Bremer (1. FFC Turbine Potsdam) haben noch kein großes Turnier mit der Frauen-Nationalmannschaft bestritten. Gleichwohl hält Neid große Stücke auf das Perspektiv-Duo. „Lena hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich weiterentwickelt und einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Pauline hatte zuletzt zwar etwas Verletzungspech, wir wissen aber, welches Potenzial in ihr steckt.“

          Letzter Test in der Schweiz

          Bereits seit vergangenem Montag ist die deutsche Auswahl im Trainingslager am Zürichsee, wo sie den letzten WM-Schliff erhält. Beim letzten WM-Testspiel gegen die von der deutschen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg betreuten Schweizerinnen an diesem Mittwoch (17.00 Uhr/ZDF) wird Neid wohl schon ihre Wunschformation für das WM-Auftaktmatch am 7. Juni in Ottawa (22.00 Uhr MESZ/ZDF) gegen die Elfenbeinküste aufbieten.

          Gespielt wird am Mittwoch in Baden, wo derselbe Kunstrasen wie in Kanada liegt. „Außerdem wollten wir einen qualitativ guten Gegner. Und das ist die Schweiz mittlerweile“, betonte die Bundestrainerin. „Sie sind sehr gut im Spiel nach vorne. Da werden wir nochmal gefordert. Und das ist das, was wir brauchen.“

          Nach der WM-Generalprobe haben die DFB-Fußballerinnen noch einmal drei Tage frei, bevor am 31. Mai der Abflug nach Kanada ansteht. Neben der Elfenbeinküste sind Norwegen (11. Juni) in Ottawa und Thailand (15. Juni) in Winnipeg die Kontrahenten in den Gruppenspielen.

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