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1:2 in Frankreich : Nationalmannschaft deutlich verbessert – aber trotzdem geschlagen

Kaum zu fassen: Mats Hummels und das deutsche Team werden in Frankreich unter Wert geschlagen. Bild: Reuters

Die deutsche Nationalelf steigert sich gegenüber der Niederlage in den Niederlanden. Aber trotz Führung setzt es in Paris die nächste Niederlage. Die Abstiegsgefahr in der Nations League ist nun groß.

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          Der Abstieg aus der Nations League rückt für Deutschland nach einer 1:2-Niederlage bei Weltmeister Frankreich immer näher. Vor dem letzten Gruppenspiel im November gegen die Niederlande stehen die Deutschen mit nur einem Punkt aus drei Spielen auf dem letzten Platz. Aber eine junge und vor allem in der ersten Halbzeit erfrischend aufspielende deutsche Mannschaft machte in dieser Phase ihr bestes Spiel seit langer Zeit.

          Nations League
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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Aber zur Pause reichte es trotz weiterer guter Chancen nur zu einem Treffer durch Kroos (14. Minute, Handelfmeter). Nach dem Wechsel, als sich die Franzosen besser auf die schnellen Deutschen um Sané eingestellt hatten, sorgte Griezmann mit zwei Toren (62. und 80. Minute, Elfmeter) für den nicht unverdienten Sieg des Weltmeisters, der seine Tabellenführung mit dem Erfolg festigt.

          "Es fühlt sich immer schlecht an, wenn man verliert. Das ist bitter und enttäuschend, vor allem, weil man gefühlt alles im Griff gehabt hat“, sagte Kapitän Manuel Neuer. „Jogi und sein Trainerteam hatten einen klaren Plan, der grundsätzlich auch aufgegangen ist." (Weitere Stimmen zum Spiel)

          Der Weg zurück bleibt weit

          Die deutsche Niederlage hatte aber ihre unübersehbaren positiven Seiten. Der Abwärtstrend hat sich mit zwei Niederlagen innerhalb von vier Tagen gleichwohl auch nicht entscheidend aufhalten lassen. Im Gegensatz zum 0:3 gegen die Niederlande trug diese Niederlage, nicht nur wegen des strittigen Elfmeters zehn Minuten vor Schluss, keine Auflösungserscheinungen im Team von Bundestrainer Löw mit sich. "Ich bin über das Ergebnis enttäuscht. Das 1:2 hätte nicht sein müssen. Aber auf der anderen Seite waren wir mit dem Weltmeister auf Augenhöhe, hätten das zweite Tor machen müssen. Wir sind für das sehr gute Spiel nicht belohnt worden“, sagte Bundestrainer Löw. „Nach dem 0:3 gegen die Niederlande war klar, dass wir Veränderungen vornehmen müssen. Diese Entscheidungen habe ich aus voller Überzeugung getroffen."

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          Aber der Weg zurück an die Weltspitze bleibt weit. Gute Torchancen wurden wieder nicht genutzt, und der schöne Schwung, den die jungen Spieler in der ersten Halbzeit mitbrachten, ging nach der Pause immer mehr dahin. In den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten gab sich der Bundestrainer felsenfest davon überzeugt, dass die jungen Spieler noch nicht so weit seien, um den deutschen Fußball nach dem frühen WM-Aus in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Nach dem 0:3 mit seinen favorisierten alten Kräften gegen die Niederlande am vergangenen Samstag aber stand Joachim Löw plötzlich mit dem Rücken zur Wand.

          Er leitete deswegen im vermeintlich entscheidenden Spiel bei Weltmeister Frankreich drei Tage später eine Kehrtwende ein, von der sich auf den ersten Blick sagen ließ: von einem Extrem ins andere. Mit Kehrer, Schulz, Gnabry, Sane sowie Süle standen nun gleich fünf junge Spieler erstmals in der deutschen Startformation in der Nations League. Von diesen fünf Spielern hatte allein Sane als zweimaliger Einwechselspieler zuvor zusammen vierzig Minuten gegen Frankreich (0:0) und die Niederlande (0:3) auf dem Platz gestanden. Die anderen vier überhaupt nicht. Süle und Schulz waren nur beim Testspiel gegen Peru (2:1) in der Startformation, Kehrer wurde für 18 Minuten eingewechselt.

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