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Nations League : Italiens Neuanfang ist ein glückliches Remis

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Zwei Torschützen und ehemalige Teamkollegen unter sich: Polens Piotr Zielinski (l.) und Jorginho Bild: dpa

Noch keine Wiedergutmachung für die verpasste WM: Italien tut sich auch in der Nations League gegen Polen schwer. Russland dagegen zeigt weiter gute Form. Und das Debüt von Andreas Herzog als Trainer Israels geht schief.

          Italiens Fußball-Nationalmannschaft hat einen holprigen Start nach der verpassten Weltmeisterschaft in Russland hingelegt. Im ersten Pflichtspiel unter Trainer Roberto Mancini musste sich die „Squadra Azzurra“ in Bologna zum Auftakt der Gruppenphase der Nations League mit einem 1:1 (0:1) gegen Polen begnügen.

          Italien-Legionär Piotr Zielinski, der beim SSC Neapel spielt, brachte die Gäste beim Debüt des neuen Auswahltrainers Jerzy Brzeczek in der 40. Minute in Führung. Die Vorlage kam von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski. Für den Ausgleich sorgte Jorginho per Foulelfmeter (78. Minute). Der Chelsea-Profi ist zwar in Brasilien geboren, wuchs aber größtenteils in Italien auf. Jakub Blaszczykowski hatte Federico Chiesa zuvor zu Fall gebracht, Schiedsrichter Felix Zwayer gab Strafstoß.

          Für die Italiener war es das vierte Spiel unter der Regie von Mancini, der Mitte Mai die Nachfolge von Gian Piero Ventura angetreten hatte. Er setzte im Angriff auf den lange Zeit außen vor gebliebenen Mario Balotelli, zudem gab Linksverteidiger Cristiano Biraghi vom AC Florenz sein Debüt in einer verjüngten Mannschaft. Italien hatte sich erstmals seit 60 Jahren nicht für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Polen war bei der WM in Russland wie Deutschland bereits in der Vorrunde gescheitert.

          WM-Gastgeber Russland gewann in der Türkei 2:1 (1:1). Denis Tscheryschew, der bei der Weltmeisterschaft bereits vier Tore erzielt hatte, brachte die Russen in der 13. Minute mit einem herrlichen Volleyschuss ins lange Eck in Führung, Serdar Aziz glich in Trabzon noch vor der Pause aus (41.). Für den Siegtreffer der „Sbornaja“ sorgte Stürmer Artjom Dsjuba von Zenit St. Petersburg (49.). Neben Elfmeter-Killer Igor Akinfejew im Tor fehlten Auswahltrainer Stanislaw Tschertschessow zehn weitere Spieler, mit denen die „Sbornaja“ bis ins WM-Viertelfinale vorgedrungen und dort am späteren WM-Zweiten Kroatien gescheitert war. Dafür stand der eingebürgerte Deutsche Roman Neustädter in der Startelf. Konstantin Rausch, früher unter anderem in Hannover und Köln aktiv, saß 90 Minuten auf der Bank.

          Der frühere Bundesligaprofi Andreas Herzog musste bei seinem Debüt als israelischer Teamchef eine knappe Niederlage hinnehmen. Die israelische Auswahl verlor in Albanien 0:1 (0:0). Den umjubelten Treffer der Gastgeber in Elbasan schoss Taulant Xhaka in der 55. Minute. Herzog, der in den 1990er Jahren für Werder Bremen und Bayern München spielte, hatte sein Amt am 1. August angetreten.

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