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Matthias Ginter sorgt sich : Nationalspieler findet, dass er zu viel Geld verdient

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„Wenn ich sehe, wie Bauarbeiter oder Krankenpfleger schuften müssen und dafür ein Gehalt bekommen, mit dem sie kaum über die Runden kommen, dann muss ich sagen: Natürlich verdienen wir Fußballer zu viel“: Matthias Ginter. Bild: AFP

Viele Fans sind im Moment unzufrieden mit der Entwicklung des Fußballs. Ein Nationalspieler äußert dafür viel Verständnis. Und kritisiert die Gehälter in seiner Branche.

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          Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter äußert sich besorgt über die Kommerzialisierung des Fußballs. Im Interview mit der „Welt am Sonntag“ sagte der 24 Jahre alte Verteidiger von Borussia Mönchengladbach, er habe „ein bisschen das Gefühl, dass sich der Fußball in eine Richtung entwickelt, über die man nachdenken sollte“. Immer mehr Geld werde hineingepumpt, der Sport spalte sich zusehends von der normalen Gesellschaft ab: „Wir sind abgeschottet. Das war bei Profifußballern vielleicht schon immer so, aber ich habe das Gefühl, dass es zunimmt.“

          Nach Ginters Ansicht verdienen Fußball-Profis heutzutage zu viel Geld. „Wenn ich sehe, wie Bauarbeiter oder Krankenpfleger schuften müssen und dafür ein Gehalt bekommen, mit dem sie kaum über die Runden kommen, dann muss ich sagen: Natürlich verdienen wir Fußballer zu viel“, sagte Ginter. „Wir leisten ja nichts Essentielles – wie Ärzte, die Leben retten oder Leute gesund machen.“ Das seien Dinge, die für die Gesellschaft wirklich wichtig sind: „Fußballspielen fällt da nicht unbedingt unter diese Kategorie.“

          Matthias Ginter steht noch bis 2021 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Das Portal „transfermarkt.de“ schätzt seinen Marktwert 18 Millionen Euro. Ginter absolvierte bisher 17 Länderspiele für Deutschland und gehört zu den Kandidaten für den Kader der Weltmeisterschaft in Russland.

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