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Nationalmannschaft : Khedira sieht Nationalelf in schwieriger Phase

  • Aktualisiert am

Widerspruch auch gegen Schweinsteiger: Sami Khedira bezieht Stellung Bild: dapd

Sami Khedira bezieht in einem Interview in der Freitagsausgabe der F.A.Z. Stellung: Der Mittelfeldspieler von Real Madrid fordert ein Aufbäumen gegen den Negativtrend und eine Rückbesinnung auf alte Stärken.

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          Sami Khedira sieht die Nationalelf in einer schwierigen Phase und fordert von seinen Mannschaftskollegen ein Aufbäumen gegen den Negativtrend. „Es geht darum, konsequent als Einheit und Mannschaft aufzutreten. Diese Marschroute ist verloren gegangen. Wir haben im Erfolg die Kleinigkeiten vergessen, die ganz wichtig, ja elementar sind für unser Spiel. Das war schon vor der EM zu beobachten. Und selbst Färöer hatte zuletzt bei uns Kontermöglichkeiten“, sagt der deutsche Fußball-Nationalspieler in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe).

          Die Leistungen auch nach der EM hätten nicht gestimmt. „Da ist die Kritik von außen ganz normal. Wir müssen uns jetzt wieder in die Pflicht nehmen, uns wieder zeigen, wie teilweise bei der EM und vor allem davor, das war Fußball fast in Perfektion. Wir haben durch die sehr erfolgreiche Phase 2010 und 2011 vergessen, weshalb wir eigentlich die Spiele alle gewinnen. Da schleicht sich etwas ein, dann kommen die ersten Niederlagen und schlechte Spiele“, sagt der Mittelfeldspieler von Real Madrid.

          Zudem plädiert Khedira dafür, die verschiedenen Strömungen innerhalb der Nationalelf auf dem Platz gewinnbringender einzusetzen. „Wir brauchen in der Nationalmannschaft ein bisschen Bayern, ein bisschen Dortmund und Real und dazu noch ein bisschen Arsenal. Diese Qualitäten müssen wir jetzt wieder richtig zusammensetzen.“

          Khedira weist Kritik von Schweinsteiger und Hoeneß zurück

          Der 25 Jahre alte gebürtige Stuttgarter bezieht zudem Stellung zur Kritik seines Mitspielers Bastian Schweinsteiger, der rückblickend auf die EM fehlenden Teamgeist ausgemacht haben will. „Ich hatte zu keiner Phase des Turniers das Gefühl, dass wir keinen Zusammenhalt gehabt hätten. Wir hatten eine sehr positive Grundstimmung. Vielleicht hat der Bastian sich die Spiele alle nochmal genau angeschaut und aus seiner Sicht etwas entdeckt. Ich habe da nichts gesehen.“

          Ebenso weist Khedira die von Bayern-Präsident Uli Hoeneß aufgebrachte Diskussion um angeblich viel zu verwöhnte Nationalspieler zurück. „Wir sollten uns als Spieler nicht von der Diskussion um Luxus, Freizeitaktivitäten oder Sponsorentermine verrückt machen lassen. Darum geht’s. Wir sollten uns einfach auf das Training und die Spiele fokussieren, da alles geben, mit Einsatz und Spaß. Ansonsten sind wir freie Menschen. Die Nationalmannschaft ist doch kein Knast. Vier Wochen in einem Hotel eingesperrt zu sein, ich glaube, kein Spieler würde da bei einem Turnier eine Topleistung zeigen.“

          Das Interview mit Sami Khedira lesen Sie in der Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an diesem Freitag, 12. Oktober.

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