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Nationalmannschaft : Selbst entwaffnet

Einwechslung mit Tempoverlust: Ilkay Gündogan kann Reus und Werner nicht ersetzen. Bild: dpa

Der Bundestrainer setzt der Nationalelf mit der Auswechslung von Werner und Reus ein Tempolimit. Das Ergebnis: Die Niederlande überrollen Deutschland. Doch Löw verteidigt seinen Kurs.

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          Joachim Löw erklärte nach dem Abpfiff in wenigen Sätzen, was er sich dabei dachte, das taktische Konzept des neuen, schnellen Fußball-Deutschlands einfach wieder über den Haufen zu werfen. So sagte der Bundestrainer das natürlich nicht nach einer ernüchternden 2:4-Niederlage gegen die Niederlande. Löw erklärte nach einem Spiel, das eigentlich ein weiterer Schritt auf dem Weg sein sollte, eine schnelle und wieder gefährliche Nationalelf zu formen, seine einschneidende taktische Richtungsänderung so: „Ich hatte das Gefühl, dass Timo Werner und Marco Reus sehr viel Defensivarbeit verrichten mussten. Was für mich in dieser Phase wichtig war: Mit Ilkay (Gündogan) und Kai Havertz wollten wir wieder Ballsicherheit ins Spiel bekommen.“

          Fußball-Länderspiele
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der Plan funktionierte aber nur im Kopf des Bundestrainers. In der Wirklichkeit kam an diesem Abend eine zweite Halbzeit heraus, in der sich eine hilflose deutsche Mannschaft erstmals seit dem legendären 4:4 gegen Schweden in einer Halbzeit wieder vier Gegentore einfing. Und die auf schmerzhafte Weise erfahren musste, wie weit der Weg für sie zurück zu altem Glanz und zurück in die Weltspitze noch sein dürfte.

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