https://www.faz.net/-gtl-9i55p

Mesut Özil : Die Nationalelf als Spiegel der gesellschaftlichen Spaltung

Einst Sprachrohr des DFB in Sachen Integration, heute nur noch eisernes Schweigen: Mesut Özil Bild: dpa

Die Affäre um Mesut Özil war nicht nur der Anfang vom Ende im Annus horribilis der Nationalelf. Sie verrät auch etwas über ein Land, das mit sich ringt – etwas Beunruhigendes.

          7 Min.

          Vor wenigen Wochen, es war Ende November, hat Mesut Özil in den sozialen Netzwerken ein Foto geteilt, auf dem zu sehen ist, wie er einem ausländischen Staatsmann ein Fußballtrikot überreicht. Auf dem roten Shirt seines Klubs, das er zusammen mit dem Staatsmann in die Kamera hält, sind viele Unterschriften seiner Kollegen von Arsenal London drauf. Özil lächelt dazu sein scheues Özil-Lächeln.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Diese Aufnahme aus dem Spätherbst hat in Deutschland nicht groß die Runde gemacht. Den meisten Fußballfans wird dieses Foto vermutlich sogar entgangen sein, ganz anders als jenes aus dem Frühjahr, als Mesut Özil zusammen mit Ilkay Gündogan einem türkischen Staatsmann kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft und der Wahl in der Türkei die Ehre erwies. Es war der Anfang vom Ende im Annus horribilis des deutschen Fußballs.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. + F.A.S. – Adventsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Türgriffe am Landgericht Bonn, wo schon über die Cum-Ex-Affäre verhandelt wird.

          Steuerskandal : Cum-Ex-Banker gehören nicht in Haft

          Im Steuerrecht zählt der gesunde Menschenverstand nicht viel. Die Cum-Ex-Banker konnten nicht wissen, dass ihr Verhalten verboten war. Der Staat darf sie nicht bestrafen.
          Abschied vom Kollegen: Feuerwehrleute am Samstag vor Beginn der Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Ägidius in Neusäß

          Gewalttat in Augsburg : Mal wieder junge Männer

          Nach dem Tod eines Feuerwehrmannes auf dem Königsplatz in Augsburg stellen sich viele Fragen: Sind junge Migranten heute gewaltbereiter als früher? Und woran starb das Opfer?