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Hansi Flicks neue Aufgabe : Von den Bayern lernen

„Weil Vertrauen in die eigene Stärke wichtig ist“: Hansi Flick, hier nach dem Spiel mit Jamal Musiala, ist nach seinen ersten drei Spielen als Bundestrainer mit der Mannschaft zufrieden. Bild: AFP

Schon nach drei Spielen unter Hansi Flick lässt sich eine Veränderung erkennen: Die Nationalmannschaft will wieder unbedingt gewinnen.

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          Für Joshua Kimmich gibt es bekanntlich nichts Schlimmeres, als zu verlieren. Als er Anfang vergangener Woche vor dem Spiel gegen Liechtenstein im Tagungszentrum Waldau in Stuttgart über die Erwartungen an die Nationalmannschaft bei ihrem Neustart sprach, sagte er einen Satz, der es nicht in die Schlagzeilen schaffte, es klang ja auch irgendwie selbstverständlich. Aber das war es eben nicht mehr bei der DFB-Auswahl, schon länger nicht, und weil Kimmich das von seinen nimmersatten Bayern ganz anders kennt, sprach er das auch so aus. Die Mannschaft, sagte er, müsse wieder „Spaß daran haben, Spiele zu gewinnen“.

          Unter Joachim Löw hatte sich dieses Gefühl zuletzt zusehends verflüchtigt, so dass man den Eindruck bekommen konnte, dessen Mannschaft spiele auch in Wettbewerben wie der Nations League oder der WM-Qualifikation nicht mehr um Punkte und Tore, sondern um Experimente und Erkenntnisse. Löw selbst strahlte manchmal eine fast schon demonstrative Unlust am Gewinnen aus. Die Liste der nicht gewonnenen Spiele wurde lang und länger, mit grotesken Tiefpunkten wie dem 1:2 gegen Nordmazedonien Ende März. Den Deutschen war gewissermaßen der Sinn des Spiels abhandengekommen – und mit ihm nicht nur weitere Sympathien des Publikums, sondern auch das, worauf es ankommt, wenn es zählt: Selbstverständnis, Ausstrahlung, Identität.

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