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Fußballfrauen in Afghanistan : Viel Mut von echten Vorbildern

Dänemarks Stürmerin Nadia Nadim lebt einen Traum – von vielen Afghanen. Bild: AFP

Ein Jahr liegt es zurück, dass afghanische Nationalspielerinnen sexuellen Missbrauch und die Verschleierung öffentlich gemacht haben. Der Skandal wird noch Jahre wirken. Umso mehr braucht es andere, die Mädchen dort stärken.

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          Nadia Nadim lebt einen Traum. Den zahlloser Jungs. Und den zahlloser Afghanen und Afghaninnen. Vor fast zwanzig Jahren ist sie nach Kopenhagen geflüchtet, nachdem die Taliban ihren Vater, General der afghanischen Armee, umgebracht hatten. Heute, mit 31, 73 Fußball-Länderspiele für Dänemark später, nach zwei Jahren in Amerika und einem bei Manchester City in England, spielt sie für Paris Saint-Germain, ist Werbegesicht für global agierende Unternehmen und „Champion für die Bildung von Mädchen und Frauen“ der Unesco.

          Der Nachrichtenagentur AP sagte sie diese Woche, sie wolle zum ersten Mal seit der Flucht nach Afghanistan reisen, um Mädchen zu bestärken. „An dem Tag, an dem sie merken, dass sie die Möglichkeit haben, Fußball zu spielen, nicht als Profi, sondern überhaupt, an dem Tag bin ich glücklich.“

          Ein Jahr liegt es zurück, dass afghanische Nationalspielerinnen sexuellen Missbrauch und Misshandlungen durch Trainer und Funktionäre und die Verschleierung der Fälle durch die Verbandsspitze über Jahre öffentlich gemacht haben. Einige Täter sind inzwischen gesperrt, der Skandal wird noch Jahre wirken. „Die Frauen sollten stolz auf sich sein“, sagt Nadia Nadim. „Wenn sie nichts gesagt hätten, hätte sich der Zyklus einfach fortgesetzt. Dafür brauchten sie viel Mut. Für mich sind sie die wirklich Mutigen.“ Echte Vorbilder. Wirklich selten.

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