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Nach Schiedsrichter-Kritik : Klopp muss hohe Geldstrafe zahlen

  • Aktualisiert am

Trainer Klopp und die Schiedsrichter: Immer wieder Anlass für Strafmandate Bild: AFP

Trainer Jürgen Klopp muss umgerechnet fast 52.000 Euro Strafe zahlen, nachdem er in der Premier League die Integrität eines Schiedsrichters in Frage gestellt hatte.

          Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Fußball-Traditionsklub FC Liverpool muss nach seinen negativen Äußerungen über Schiedsrichter Kevin Friend eine Geldstrafe in Höhe von 45.000 Pfund (rund 52.000 Euro) zahlen. Klopp hatte sich vergangene Woche nach dem 1:1 im Ligaspiel mit West Ham United in mehreren TV-Interviews kritisch über die Leistung des Unparteiischen geäußert.

          „In 50:50-Situationen gab es immer einen Freistoß für die anderen“, hatte der Coach unter anderem gesagt. Zuvor hatte Friend das Führungstor des FC Liverpool anerkannt, obwohl James Milner zuvor im Abseits gestanden hatte. Klopp erklärte nach der Partie, er sei ziemlich sicher, dass der Schiedsrichter von seinem Fehler gewusst habe. Seine Aussagen legten nahe, dass dies Friends Leistung in der zweiten Hälfte beeinflusst habe. Nach Ansicht des englischen Fußball-Verbandes (FA) habe Klopp damit die „Integrität des Schiedsrichters“ infrage gestellt.

          Für den 51-Jährigen war es in dieser Saison bereits die zweite Geldstrafe. Nach dem Last-Minute-Treffer von Abwehrchef Virgil van Dijk im Merseyside Derby gegen den FC Everton (1:0) war Klopp ausgelassen jubelnd auf das Spielfeld gerannt und musste anschließend gut 9200 Euro (8000 Pfund) zahlen.

          Unsportliches Verhalten

          Auch zu seinen Bundesliga-Zeiten hatte Klopp schon mehrfach für sein impulsives Naturell büßen müssen: Als Trainer von Mainz 05 zahlte er 2004 wegen unsportlicher Äußerungen gegenüber dem Schiedsrichter-Gespann 2500 Euro Strafe. 2007 waren schon 12.500 Euro fällig, weil er „Du Idiot“ in Richtung Schiedsrichter gerufen hatte.

          Seine Wut als BVB-Trainer auf den Unparteiischen kostete ihn 2008 noch einmal 12.500 Euro. Ein Jahr später zog seine Verbannung auf die Tribüne weitere „fünf Riesen“ Strafe nach sich. 2010 wurde doppelt so viel fällig, weil er dem vierten Offiziellen so nahe rückte, dass er ihm seine Schildkappe ins Gesicht drückte. Weil er mittlerweile als Wiederholungstäter galt, wurde er 2014 nach Kritik am Schiedsrichter wegen unsportlichen Verhaltens zu weiteren 10.000 Euro Strafe verurteilt.

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