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Aufstiegsziel nach Pokal-Aus : RWE will Enttäuschung in Energie umwandeln

  • Aktualisiert am

Sieht nach Ringkampf aus und führt zu einem Elfmeter: Kiels Finn Porath am Boden, Essens Dennis Grote fällt drüber. Bild: AP

Die Essener Überraschungs-Tournee im DFB-Pokal endet im Viertelfinale mit Ärger über einen unberechtigten Elfmeter. Doch nun soll der Blick nach vorne dem Aufstieg entgegen gehen.

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          Es war kein würdiges Ende für dieses Ruhrpott-Märchen, und bei Rot-Weiss Essen fiel der Blick nach vorn zunächst schwer. „Ich bin stolz darauf, was meine Jungs in dieser Pokalsaison geleistet haben“, sagte Trainer Christian Neidhart nach dem Aus des Viertligaklubs im Viertelfinale, „aber jetzt ist die Enttäuschung erst mal groß.“

          0:3 (0:2) gegen die Zweitliga-Spitzenmannschaft Holstein Kiel, das klang deutlich, war aber eher Ergebnis unglücklicher Umstände. Per Foulelfmeter hatte Alexander Mühling die schwach spielenden Kieler in Führung gebracht (26.), der Strafstoß war allerdings unberechtigt, der Einfluss auf den Spielverlauf enorm.

          „Es ist ärgerlich, in einem so wichtigen Spiel auf diese Weise auf die Verliererstraße zu gelangen“, sagte Neidhart, „ich verstehe nicht, warum der Schiedsrichter nicht rausgeht und sich die Bilder nochmal anschaut. Es geht in diesen Spielen um wirklich viel Geld, und dann muss er das machen.“

          Noch deutlich wurde zuvor Marcus Uhlig, der RWE-Klubchef sprach bei Sky von einem „Riesenskandal“. Essen steht nun vor der Aufgabe, den Ärger abzuschütteln, denn die außergewöhnliche Pokalsaison mag für den Klub zu Ende sein, in der Liga geht es aber noch um alles: Nach 13 Jahren in der Versenkung will Essen wenigstens in die Drittklassigkeit zurückkehren.

          Der Anfang vom Essener Ende: Kiels Mühling hat den Elfmeter verwandelt.
          Der Anfang vom Essener Ende: Kiels Mühling hat den Elfmeter verwandelt. : Bild: AP

          An der Spitze der Regionalliga West liefert sich RWE ein extrem enges Rennen mit der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund, die liegt drei Punkte vorn, hat aber auch ein Spiel mehr absolviert – nur der Meister steigt auf. „Wir legen jetzt alles rein, um den Aufstieg zu schaffen“, sagte Neidhart, und laut Stürmer Simon Engelmann kann die „super Pokalserie“ auch dabei helfen: „Das können wir mitnehmen, haben Selbstvertrauen und wollen am Wochenende wieder einen Sieg einfahren.“

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