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1:1 in Rom : Mönchengladbach schlittert knapp an der Niederlage vorbei

  • Aktualisiert am

Schwierige Bedingungen in Rom: Gladbachs Florian Neuhaus rutscht über den nassen Rasen. Bild: dpa

Der Tabellenführer der Bundesliga wahrt als Schlusslicht in der Europa League die Chance aufs Weiterkommen. Lars Stindl rettet für Borussia Mönchengladbach mit einem unberechtigten Elfmeter einen Punkt bei AS Rom.

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          Borussia Mönchengladbach darf auch in der Europa League auf die nächste Runde hoffen. Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga wartet zwar weiter auf den ersten Sieg in der Gruppe J, erreichte am Donnerstag bei der AS Rom aber durch einen zweifelhaften Elfmeter in der Nachspielzeit ein glückliches 1:1 (0:1). Damit kann die Borussia in den restlichen drei Spielen noch die Qualifikation für die nächste Runde schaffen. „Wenn ein Ausgleich so spät fällt, dann ist es natürlich glücklich und dann nehmen wir das mit“, sagte Gladbachs Trainer Marco Rose bei DAZN und bezeichnete den Punkt als „in der Summe nicht unverdient“. Er freue sich auch „für unsere unfassbaren Fans“, sagte der Coach, während sich die Spieler nach dem Abpfiff feiern ließen.

          Europa League

          Vor 29.037 Zuschauern im Olympiastadion von Rom erzielte Nicolo Zaniolo (32. Minute) den Führungstreffer für den Tabellensechsten der Serie A, der eingewechselte Lars Stindl erzielte durch einen offenbar unberechtigten Handelfmeter (90.+5) noch den Ausgleich. Chris Smalling hatte einen Ball aus kurzer Distanz eher ins Gesicht bekommen als an die Hand, doch der schottische Schiedsrichter William Collum entschied auf Strafstoß. „Wir sind sehr happy mit dem Punkt“, sagte Borussia-Keeper Yann Sommer. „Wir haben es ordentlich gemacht.“ Bei heftigem Dauerregen erspielten sich die Gastgeber die erste Torchance, als Ex-Bundesliga-Profi Edin Dzeko einen feinen Pass auf Justin Kluivert spielte. Doch Nico Elvedi konnte den Schuss der Niederländers zur Ecke abwehren (6.).

          Es schien ein Hallo-Wach-Moment gewesen zu sein für die Gladbacher, die die Anfangs-Viertelstunde bestimmten und Roses Ankündigung, mutig und aktiv spielen zu wollen, umsetzten. Rami Bensebaini scheiterte an der Latte (8.); Breel Embolo (9.), Florian Neuhaus und Marcus Thuram (14.) versuchten es auf dem nassen Rasen aus der Distanz, verpassten aber das Tor jeweils knapp. Bensebaini und Neuhaus waren im 166. Europapokalspiel der Gladbacher zwei von drei Neuen in der Startelf im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag (0:1). Für den verletzen Alassane Pléa spielte Patrick Herrmann.

          Die Führung für Rom: Nicolo Zaniolo hat per Kopfball getroffen. Bilderstrecke

          Der Tabellensechste der Serie A kam nun besser in die Partie und erzielte mit dem ersten Ball in Richtung Yann Sommer auch prompt das erste Tor. Nach einer Ecke von Jordan Veretout ließ Zaniolo dem Schweizer Schlussmann der Borussia keine Abwehrmöglichkeit und bescherte den mitgereisten rund 6000 Anhängern einen empfindlichen Stimmungsdämpfer. Auch nach dem Wechsel änderte sich das triste Bild zunächst nicht: Es regnete und regnete und regnete und für die Gladbacher blieb es gegen die kompakte römische Defensive schwer.

          Bei fast irregulären Bedingungen probierte Rose es mit drei Einwechslungen. Kapitän Stindl, der wegen der bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes erst am Spieltag nachgereist war, kam in der 76. Minute für Embolo. Gegen den BVB war er erstmals seit seiner sechsmonatigen Verletzungspause zu einem Kurzeinsatz gekommen und belebte nun zumindest wieder die schwächelnde Gladbacher Offensive. Immerhin brachte Stindl einen Schuss Richtung Tor, doch Roma-Keeper Pau Lopez hatte damit keinerlei Probleme (79.). Symptomatisch für das ideenlose Auftreten in Hälfte zwei: Der ebenfalls eingewechselte Jonas Hofmann schoss mehrere Meter drüber (88.), dann aber nutzte Stindl die Chance vom Elfmeterpunkt.

          Europa League

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