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70.000 Euro Schadensersatz : Dolce&Gabbana muss Strafe an Maradona zahlen

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Diego Maradona, derzeit Trainer von Gimnasia y Esgrima La Plata, beim Spiel gegen Racing Club im September 2019 Bild: dpa

Bei einer Modeschau in Neapel schickte der Modekonzern ein Model im Trikot des Napoli-Idols auf den Laufsteg. Was als Hommage gedacht war, entwickelte sich zu einem Rechtsstreit mit Maradona – der wesentlich mehr Entschädigung forderte.

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          Wegen der unerlaubten Verwendung des Namens von Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona muss der italienische Modekonzern Dolce&Gabbana dem früheren Weltmeister 70.000 Euro Schadenersatz zahlen. Dieses Urteil fällte ein Gericht in Mailand. Maradona hatte allerdings auf eine Entschädigung von einer Million Euro geklagt.

          Dass Gericht sah die widerrechtliche Nutzung von Maradonas Name bei einer Modenschau 2016 in Neapel als erwiesen an. Bei der Veranstaltung war ein Model im Trikot von Maradonas ehemaligem Klub SSC Neapel mit den Namenszug von Argentiniens Weltmeister-Kapitän von 1986 über den Laufsteg gegangen.

          Die Organisatoren argumentierten zwar, dass die Modenschau eine Hommage an Neapel und herausragende Fakten der Stadt gewesen sei. Für Richterin Paola Gandolfi überwog allerdings der kommerzielle Charakter der Show und der dadurch entstandene Verstoß gegen die Namensrechte des Südamerikaners.

          Gleichwohl musste sich Maradona mit einer deutlich niedrigeren Entschädigung begnügen als erhofft. Bei der Festsetzung der Strafe für das Unternehmen zuzüglich von Maradonas Anwaltskosten berücksichtigte das Gericht, dass keine Produktion des präsentierten Maradona-Trikots in Auftrag gegeben worden war.

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