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Missbrauch im Frauenfußball : Wehrt euch!

  • -Aktualisiert am

Wird deutlich: Lisa De Vanna (rechts) Bild: AP

„Männer, die Männer schützen, die Frauen missbrauchen“ – was die amerikanische Fußballspielerin Megan Rapinoe anprangert, erweitert Lisa De Vanna nun um: „Frauen, die Frauen schützen, die Frauen missbraucht haben“.

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          Im Frauenfußball baut sich eine unaufhaltsame Welle auf. Spielerinnen aus einer stetig wachsenden Zahl von Ländern prangern sexuellen Missbrauch in ihrem Sport an. Haiti, Afghanistan, Island, Kanada, Venezuela, Vereinigte Staaten – die Aufzählung wirkt wahllos, was vermuten lässt, dass die alltägliche Gewalt überall grassiert und überall die Opfer alleingelassen werden.

          Vor ein paar Tagen traten in den USA zwei Spielerinnen aus der Frauen-Profiliga mit Aussagen gegen ihren Trainer endgültig eine Lawine los. Und als die meinungsfreudigste unter ihnen, Megan Rapinoe, ihren Kommentar dazu twitterte, schien sie das Problem am Schopf zu packen: „Männer, die Männer schützen, die Frauen missbrauchen.“

          Aber nun zeigt sich, dass das noch nicht das ganze Bild wiedergab. Rapinoes Spruch brachte die Australierin Lisa De Vanna, gerade vom Profifußball zurückgetreten, dazu, einen eigenen Tweet zu formulieren: „Frauen, die Frauen schützen, die Frauen missbraucht haben.“

          Und belästigt, schikaniert, geächtet. Welch eine Wut muss sich da angesammelt haben. Um es noch mal mit Rapinoe zu sagen: „Brennt alles nieder!“

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

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